LxI. Auff den Sontag deß/ die in Sünden Kranck/ ja Todliegende Menschen auffweckẽ- den Artztes oder XXIV. Sontag nach dem Fest der H. dreyeinigkeit/ Matth. 9.

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Andreas Gryphius: LxI. Auff den Sontag deß/ die in Sünden Kranck/ ja Todliegende Menschen auffweckẽ- den Artztes oder XXIV. Sontag nach dem Fest der H. dreyeinigkeit/ Matth. 9. (1650)

1
Ichleb/ vnd bin doch tod/ die Hände gantz erkalten/
2
Die Füß/ erstarren mir/ die Augen werden blind/
3
Die Ohren hören nicht/ die Händ vnsauber sind.
4
Mein Vbertrettungen mich gantz durch-auß verstalten/

5
Der Boßheit dicke-härt Sinn vnd Gemüth einhalten/
6
Vnd alle Gliedere beziht der Sünden-Grind/
7
Ich seh gantz scheüßlich auß. Ja/ was man an mirfind/
8
Vom Haupt/ biß auff die Füß/ will gantz in mir veralten/

9
Vnd gehn dem Grabe zu/ zur finstern Hellen-Grufft:
10
Die Meer-Sand schwere Sünd benimt mich fast der Lufft
11
Doch/ Jesu/ Tröster werth/ auff dich soll mein Hertz hoffen/

12
Du bist mein rechter Artzt/ komm mache mich gesund/
13
Denn soll ich růhmen dich mit Hertzen vnd mit Mund.
14
O Gunst! Ichlebe schon. Der Himmel steht mir offen.

(Gryphius, Andreas: Teutsche Reim-Gedichte. Frankfurt (Main), 1650.Aus: Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Textgrid, CC BY-SA 3.0.)

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Andreas Gryphius
(16161664)

* 02.10.1616 in Głogów, † 16.07.1664 in Głogów

männlich, geb. Gryphius

natürliche Todesursache | Schlaganfall

Dichter des Barock

(Aus: Wikidata.org)

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