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Du Sam̃el-Platz der Lust/ du Wohn-Haus grosser Freuden/
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Mein Schicksahl zwinget mich von deiner Pracht zu
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Es rafft ein Unfall mich von deinem Feste hin/
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Das mit beliebter Lust erquicket Hertz und Sinn.
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Und ein Atlassen Kleid von Schnee und Eyse träget/
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So läst die Lustbarkeit dich doch nicht öde seyn/
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Und was Vergnügen heist geht nicht im Winter ein.
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Es kan die Schlitten-Fahrt die Garten-Lust ersetzen/
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Es läst die Anmuht uns auf Zucker-Rosen gehn/
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Und süsse Mandeln-Milch in güldnen Schaalen stehn.
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Die Blumen deiner Lust bestricken Aug’ und Hertzen/
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Jhr lieblich Angesicht vertreibet alle Schmertzen/
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Und ihrer Schönheits-Pracht nichts irrdsches überwiegt/
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Sie sind der schönste Theil von dem was uns vergnügt.
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Die holden Kindergens den schönsten Engeln gleichen/
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Dian' und Venus muß vor ihren Blicken weichen:
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Die Glieder sind wie Schnee/ wie Wolle zart und weiß/
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Sie sind dein bester Schatz/ der Schönheit Ehren-Preiß.
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Die Wangen sind annoch im ersten Frühlings-Jahren/
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Auf welchen Milch und Blut in schönster Lust sich paaren/
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Der Augen helles Licht den lichten Tag gebiehrt/
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Und dich/ du schöner Ort/ mit vielen Sternen ziert.
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Jhr schönes Antlitzt ist ein kostbahr
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Darinnen Ros’ und Lilg sich durch einander karten/
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Die Lippen crönt Corall/ den Zucker-Mund Rubin/
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Jhr Athen übersteigt den
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Der wohl-gewölbten Brust ihr Spiegel glattes Pflaster
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An Klarheit macht beschämt den weißten Alabaster;
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Granaten blühn im Schnee den blauer Türcks durchflicht
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Es gleicht des Himmels Glantz den
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Sie sind der Sorgen-Pest/ der Lust Gebährerinnen
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Es läst ihr holder Mund des
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Jhr schönes Wesen zeugt stets neue Lieblichkeit/
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Die bitter Wermuth wird nie in die Lust gestreut.
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Dis alles zwinget mich mein Schicksahl zu verlassen/
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Es schenckt/ vor süssen Most/ mir Galle in die
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An statt des wahren Lichts reicht es den Schatten dar/
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Und macht/ ein solches Spiel/ mir gleich zum Neuen-Jahr.