L. Auf den Sontag deß liebreichen Samari- ten/ oder XIII. Sontag nach dem Fest der H. Dreyeinigkeit. Luc. 10.

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Andreas Gryphius: L. Auf den Sontag deß liebreichen Samari- ten/ oder XIII. Sontag nach dem Fest der H. Dreyeinigkeit. Luc. 10. (1650)

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Bjß auff den Tod verwundt/ zerfleischt/ zumalmm't/ zu-
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schlagen
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Verschmacht ich vnd vergeh/ jtzt schwindet mein Gesicht
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Der schwache Leib erstirbt/ mein mattes Hertze bricht
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Der müde Geist vergeht in tausendfachen plagen.

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Die Adern starren schon/ der Mund kau nicht mehr klagen.
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Der Todt schwebt über mir/ ich weiß schier selber nicht
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Wie schwer der Schmertzen sey! O wahres Lebens Licht?
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HeRR

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Alß Priester vnd Levit! Ach Sammarite kom
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Vnd geuß mir Oel vnd Wein/ den Blutt vnd Wasser-
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strom
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Auß deiner Seiten eyn. Die rawen Wüsteneyen

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Der Mörder vollen Welt vermehren nur die Noht
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Ich wil ins Kirchen Hauß/ da man auff dein Gebotr
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Durch wortt vnd Sacrament kan von dem Todt entfreyen.

(Gryphius, Andreas: Teutsche Reim-Gedichte. Frankfurt (Main), 1650.Aus: Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Textgrid, CC BY-SA 3.0.)

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Andreas Gryphius
(16161664)

* 02.10.1616 in Głogów, † 16.07.1664 in Głogów

männlich, geb. Gryphius

natürliche Todesursache | Schlaganfall

Dichter des Barock

(Aus: Wikidata.org)

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