XlVII. Auf den Sontag deß mitleidendẽ Ey- verers/ oder X. Sontag nach dem Fest der H. Dreyeinigkeit. Lue. 19.

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Andreas Gryphius: XlVII. Auf den Sontag deß mitleidendẽ Ey- verers/ oder X. Sontag nach dem Fest der H. Dreyeinigkeit. Lue. 19. (1650)

1
Ach mein Licht! wo rührt es her? daß du dich so hoch betrü-
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best?
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Meine Lust! was kräncket dich? was beschwehr’t dein sanf-
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tes Hertz
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Bin ich schuld an dieser angst/ daß ich vnbedacht verschertz
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Diese gnadenzeit in der du mir raum zur Busse giebest?

7
Ich erkenn’ ich bin nicht werth/ daß du heimbsuchst; daß du
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liebest
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Meine blind vnd taube Seel! ach all-sichtb’re Lebenskertz

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Ach entdecke mir die Noht/ der gehäufften plagen schmertz
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Die mit grimmen Donner tob’t/ wenn du Rach vnd Zorn
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verübest:

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Schawe mich dein Zion an/ treib mit scharffen Geisseln
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aus
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Meiner Sünden krämerey/ die mein Hertz dein eigẽ Hauß
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Gleich den Mörder gruben macht/ wenn du diesen tand ge-
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räumet

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Wenn du in mir lehren wirst: werd’ ich aller Rach entgehn
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Vnd was zu dem Friede dient: weil der Friede blüht ver-
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stehn.
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Auch einbringen was bißher/ meine trägheit hat versäumet.

(Gryphius, Andreas: Teutsche Reim-Gedichte. Frankfurt (Main), 1650.Aus: Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Textgrid, CC BY-SA 3.0.)

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Andreas Gryphius
(16161664)

* 02.10.1616 in Głogów, † 16.07.1664 in Głogów

männlich, geb. Gryphius

natürliche Todesursache | Schlaganfall

Dichter des Barock

(Aus: Wikidata.org)

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