XxXII. Auff den Sontag deß zu dem Vatter gehen- den Gottes/ oder Cantate Johann. 16.

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Andreas Gryphius: XxXII. Auff den Sontag deß zu dem Vatter gehen- den Gottes/ oder Cantate Johann. 16. (1650)

1
Was acht ich trawren! furcht! angst! Jammer! grimme
2
schmertzen!
3
Creutz/ plagen/ schmach vnd todt. Mein
4
Durch den nicht gleichen steg/ zum Vater! zweifelt man?
5
Diß mehr denn kurtze Leidt ist nichts als lauter schertzen.

6
Es ist nur eine Wolck/ ein dunst/ ein sturm deß Mertzen!
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Wenn mir mein König selbst/ der alle trösten kan/
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Den grossen Tröster schickt/ vnd in dem wilden Plan
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Mich ab, von abweg führt/ durch seiner warheit Kertzen!

10
Die zeit ist vor der Thür/ in der die blinde Welt
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Die/ was nicht jrrdisch ist/ für Fluch vnd schew-sal hält
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Vor Gottes Richt-Stuel wird die schwere Straff empfind?

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Die Straff’ vmb daß sie nicht in festem glauben steht
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Daß Christus von Jhr zeucht/ vnd daß die Rach angeht
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Die jhren Printzen sol mit fluch vnd straffe binden.

(Gryphius, Andreas: Teutsche Reim-Gedichte. Frankfurt (Main), 1650.Aus: Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Textgrid, CC BY-SA 3.0.)

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Andreas Gryphius
(16161664)

* 02.10.1616 in Głogów, † 16.07.1664 in Głogów

männlich, geb. Gryphius

natürliche Todesursache | Schlaganfall

Dichter des Barock

(Aus: Wikidata.org)

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