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Fasst der Donnergedanke mich;
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Dann bewölkt sich mein Blick, starret zur Erd' hinab,
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Schaut nur Bilder der Traurigkeit.
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Ernst, mit finsterer Stirn, wandelt die Stunde her,
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Die mich fernet von meinem Freund,
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Wandelt ernster, und schnell fliegt der gezuckte Dolch
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In mein blutendes Herz hinab.
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Eh dem Baume das Laub röthlich und gelb entweht,
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Kommt der finstere Scheidetag,
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Stürmt die Freunde hinweg, zucket und stürzt den Dolch
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In mein blutendes Herz hinab.
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Wann nun wieder den Baum schattendes Grün umrauscht,
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Irr' ich einsam von Strauch zu Strauch:
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Vor des Einsamen Blick schliessen sich Blumen zu,
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Und die rieselnde Quelle weint,
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Und vom Nachtigallbusch tönet mir Seufzerlaut.
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Ach die Seelen der Abende,
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Die uns Freunden entflohn, sammeln sich dann um mich,
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Schön und lächelnd wie Serafim,
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Und die Bilder der Ruh, welche die Frühlingsnacht
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Auf uns Glückliche niedergoss,
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Deines trauten Gesprächs werd' ich und Freundesblicks
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Dann begehren; und ach umsonst!
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Deines Tugendgesangs, welcher mich himmelan
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Oft geflügelt; und ach umsonst!
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In den Lauben des Mais, funkelt der Abendstern
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Durch die Blüten, der oft belauscht
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Unsrer Herzen Erguss, werd' ich dich spähn, den Arm
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Nach dir strecken; und ach umsonst!
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Nicht der flammende Wunsch, nicht der bethränte Blick
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Bringt dich wieder in meinen Arm;
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Und mein Klagegesang ruft der Vergangenheit,
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Bis mich hüllet die Rasengruft.
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Und die hüllet mich bald! Lispelt das Rebengrün,
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Wo du horchest der Nachtigall,
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Zittert eine Gestalt, dämmernd in mildem Glanz,
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Leises Fluges vor dir vorbei,
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Winkt und lächelt dir zu; Miller, es ist dein Freund!
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Durch die Blumen des Gartenbeets
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Weht der Schatten dahin: Ahndung durchbebt dein Herz,
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Und du schauerst vom Rasen auf,
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Wandelst näher, und brichst, freudiger Wehmut voll,
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Dir die Blume, die, wankend noch
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Von des fliehenden Freunds Schimmergewand', im Thau
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Seiner rinnenden Zähre glänzt.