XxIX. Auff den Sontag der bewehrten Aufferste- hung deß HErrn/ oder Quasimodogeniti. Johan. 20.

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Andreas Gryphius: XxIX. Auff den Sontag der bewehrten Aufferste- hung deß HErrn/ oder Quasimodogeniti. Johan. 20. (1650)

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Was trawr ich? Hat der Feind gleich für vnd für gespon-
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uen
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Zu meinem Jägergarn: muß gleich mein Kämmerlein
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Diß enge Bilgerhauß stets fest-verrigelt seyn!
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Was trawr ich! ob es Nacht! dieweil die helle Sonnen

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Dem Printz der
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Vnd Licht vnd Frieden bringt! wenn aller trost zu klein/
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Vnd ich verlassen bin/ tritt
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So bald er komm’t/ so dald ist was mich kränckt/ zerronnen!

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Er ist mein
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Ich schaw’ durch seine Seitt/ wie tieff sein Hertz entbrand.
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Wer zweifelt/ komm’ vnd schaw. vor diesen offnen Wunden

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Verfält der wortte pracht/ diß zeugnüß ist zu war
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Diß Blutt fleußt viel zu frisch/ die Liebe scheint zu klar
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Hier wird ein offen Hertz mit ofner hand gefunden.

(Gryphius, Andreas: Teutsche Reim-Gedichte. Frankfurt (Main), 1650.Aus: Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Textgrid, CC BY-SA 3.0.)

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Andreas Gryphius
(16161664)

* 02.10.1616 in Głogów, † 16.07.1664 in Głogów

männlich, geb. Gryphius

natürliche Todesursache | Schlaganfall

Dichter des Barock

(Aus: Wikidata.org)

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