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Es überzählt kein Mensch das Gute was
GOtt giebt,
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Der seine Kreatur mit ewger Güte
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Denn alles was wir in, und an, und
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Sind von der höchsten Huld ge-
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Die erste Wollthat ist, daß er uns hat gemacht,
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Und aus der Möglichkeit zur Würklichkeit gebracht,
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In einer Dunkelheit des Kerkers auch erhalten;
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Und an das Licht gebracht durch seine Wunderhand,
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Und das er uns gesezt in dieses sichtbahr Land
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Der aufgebauten Welt, wo wir als Menschen woh-
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Die über das Geschöpf mit edler Herrschafft thro-
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Und was vor Wollthat ists, daß man vernünstig
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Wie viele Gaben sind mit unsern Geist verbunden?
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Die wir als Kräfte drin in reger Würkung funden?
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Das Auge unsrer Seel das mit geschärfter Kraft,
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So viele Dinge sieht, das weislich überdenket,
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Und durch sein helles Licht des Willens Triebe lenket.
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Die vieles übersieht in einer kurzen Zeit;
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Und die Erhalterin der eingedrukten Lehren,
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Die wir mit Augen sehn, und mit den Ohren hören.
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Und das uns in den Stand des wahren Glüks ver-
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Dadurch was längst geschehn, uns gegenwärtig
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Wenn man was wichtig ist, demselben einverleibet?
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Und welche Triebe er zu unsern Wollsein heget:
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So sehen wir daraus, daß unsre Seel ein Geist,
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Der billig unser Schaz und gröstes Kleinodt heist.
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Durch den Verstand sind wir vom Schöpfer aus-
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Und weil uns die Vernunft mit unsern Thun regie-
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So ist der Vorzug klar der uns vor dem was lebt,
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Ja! über jedes Thier in aller Welt erhebt;
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Woran so manches Glied; so manches wird gefunden,
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Das eine Wollthat heist, die keiner schäzen kan,
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Als wer bei dem Gebrauch sieht deren Nuzen an.
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Last uns zu erst nur sehn der
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Der Augen Wunderglas, das Ohr damit wir hö-
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Die Zunge die da schmekt was uns vor Süßigkeit,
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In jeder Kreatur des Schöpfers Huld anbeut;
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Der Nasen Wunderbau dadurch die Dünste fliegen,
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Die auch durch das Gehirn die Seele selbst vergnügen
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Mit lieblichen Geruch, den unser Geist selbst schmekt,
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Als eine Süßigkeit ganz unbegreiflich lekt.
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Wie wunderbahr ist es, daß das Gefühl, Empfinden,
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Sich kan mit jedem Glied, das es bemerkt verbinden.
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O! welche grosse Zahl von Gaben wird gezählt;
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Die draus in uns entstehn das
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Mit einem Leibes-Bau, der auf dem Erdenkreise,
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Das herrlichste Geschöpf, das künstlichste Gehäuse!
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Obgleich so mancher Theil an unsern Körper hängt,
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Wodurch der ganze Bau so wunderbahr verschränkt;
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So ist doch gar kein Glied, das uns nicht deutlich zei-
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Wie sehr der Schöpfer uns durch seine Huld genei-
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Des Hauptes Theile sind vor allen wunderbahr,
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Und was stekt überdem in diesen Wunderhölen,
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Dadurch wir Othem ziehn, dadurch wir Lufft aus-
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Und was am Haupt noch mehr vor Stükke zu be-
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Und was sind nicht noch mehr vor grosse Wunder-
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Die wir am Leibe selbst, von ihm empfangen ha-
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Und was der Schöpfer mehr zum Leibe auserlesen,
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Sind Gaben deren Nuz man alle Stunden sieht,
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Wenn man bei dem Geschäft der Erden sich be-
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Und in der keuschen Seel Verwunderung erwekt,
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Die sich bewundernswerth an unsern Körper deh-
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Von Kopfe bis zum Fuß, und was wir nur besizen,
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Womit wir unsern Leib erhalten und beschüzen,
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Gehöret alles mit in das Register ein,
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Worin der Gaben Meng mit Recht gezeichnet seyn;
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Gesund und unverlezt zu unsern Nuz erhalten.
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Welch eine grosse Zahl, wenn man es überdenkt
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Wird zur Erhaltung uns im Reich der Welt ge-
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In diesem Wohnhaus nährt uns
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Die uns vergnügt, erquikt durch ihre helle Wonne,
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Welch Gutes findet sich im Reiche der Natur?
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Welch mancherlei Geschenk, da auf der Lüfte Spur,
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Vor mannigfaltge Art von
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Nicht vor ein schuppigt Heer vor eine
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Wohin das Auge sieht auf
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Kan es des Schöpfers Güt in lauter Gaben fin-
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Worauf wir uns in Ruh bei stiller Nacht ausstrek-
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Und was die Nothdurfft braucht, was zum be-
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Dies alles hat uns GOtt zur Wollthat hergege-
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Was aus der Erde grünt, was aus den Bäumen
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Wir haben auch dabei in allen Jahres Zeiten,
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Was uns vergnügte Lust der Sinnen kan bereiten.
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Der Frühling bringet uns so mancher
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Und was hat die Natur zur Sommers Zeit ver-
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Der Herbst erquikket uns mit Obst gereiften Früch-
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Und füllt die Kammern an, mit
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Der Erden finstrer Bauch giebt mancherlei
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Noch manches Kleinod mit, als hellen Diamant
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Damit ich vieles nenn in angenehmer Kürze.
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Der Schöpfer schenket uns bei solchen Ueberflus,
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Der unser Herz beschwert mit allen Krankheits
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Mit ihrer bangen Noth aus unsern Gliedern jagen.
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Nach einer sauren Müh, und schweren Tageslast;
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Er schenket uns auch noch durch die erfundnen
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Ein tausendfaches Gut,
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Und was man sonsten braucht bei seiner Lebens-
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Zur Nothdurfft vor dem Leib, und zur Bequem-
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Er schenket uns zur Lust bei denen Ruhe-Stun-
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Was scharfer Wiz erdacht, was Kunst und Fleis
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Er giebet in dem Staat, die
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Durch die Regierungs-Form in
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Und andre Güter mehr; Er giebet
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Die durch den Fleis erzeugt, und in der Seele
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Er segnet durch die Eh
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Mit einem Wort er giebt,
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Er segnet Seel und Leib; vergnügt uns auf der
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Da er so vielerlei, als Gaben dargestellt;
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Die wir mit einen mahl gleich übersehen können,
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Wenn wir von der Natur zum Reich der Gnaden
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Was er uns da geschenkt, mit Andacht über-
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So kriegen wir auch da im Offenbahrungs-
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Der Güte Wunderzahl erstaunend ins Gesichte.
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Der Schöpfer hat uns auch den eingebohrnen
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Als ein Geschenk gesand, von seinem Himmels-
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Die Sünder, wie wir sind, vom Elend, von den
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Wie unser Herze wird zum höchsten Gut bekehrt;
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Er giebt durch seinen Geist uns seine Gnaden-Trie-
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Hat er aus Gnaden uns vor den Verfall beschirmet.
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Und bringet unser Herz zur seelgen
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Versiegelt es dabei mit denen Gnadenschäzzen,
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Die uns in jener Welt in dem Genus ergözzen,
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Er macht die Menschen hier in dieser Probezeit,
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Durch seinen Gnadenzug geschikt zur
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Berechnet nun hieraus was wir vor viele Gaben
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Auch in dem Gnadenreich von
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Wie gros ist nicht die Zahl, die wir jezt vorgestellt,
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Wie vieles ist nicht noch, wie leichtlich zu ermes-
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Was wir bei solcher Meng zu zählen jezt verges-
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Des Höchsten Güt ist gros, kein einzger Tag ver-
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Da seine milde Hand nicht immer offen steht;
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Ein jeder wer er ist, der muß hier eingestehen,
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Daß ihm viel Gutes sey an Leib und Seel geschehen;
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Ein jeder der nur noch etwas Empfindung hat,
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Erkennt die reiche Güt, Barmherzigkeit und Gnad,
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Und sagt Verwundrungs-voll mit dankbahren Ge-
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O! GOtt wie gros bist du, und deine
Wundergüte.
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Allein beschämter Mensch voll Unempfindligkeit!
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So rechne einmahl nach wie klein der Dank zu nen-
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Denn wir dem HErrn der Welt vor so viel Gutes
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Je mehr der Schöpfer giebt, je mehr verlangen wir,
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Der Mensch ist undankbahr ein unersätlich Thier.
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Er pflegt die Gaben nicht, die Dinge nur zu zäh-
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Die seiner Gierigkeit beim Ueberflusse fehlen.
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Er hat niemahls genug, die Unvergnügsamkeit,
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Die zeugt den Plagegeist die Unzufriedenheit,
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Die macht ihn undankbar, und scheucht ihn alle
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Mit einem schwarzen Heer verbotner Nahrungssor-
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Gesezt daß einem dies, dem andern jenes sehlt,
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Wie thörigt ist es nicht wenn man sich drüber quält,
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Mit Gram darüber murrt; die Weisheit weis was
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Der Vorsicht Auge schaut vom hohen Himmels
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Wie sieht der Mensch so scheel das
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Daß er die Nichtigkeit darüber gar vergißt:
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Ach laßt uns allemahl des Höchsten Gnadenzei-
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Das menschliche Verdienst im Richtigkeit verglei-
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So werden wir gewahr das jene herrlich seyn,
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Und dieses sehr gering, verwerflich, arm und klein:
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So werden wir daraus in Deutligkeit erkennen,
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Daß wir aus Gnaden nur, mit Recht nichts fordern