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Der Mensch braucht Speiß und Trank
den Körper zu ernährn,
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Die Vorsicht muß dies auch zur
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Die Güte schenket uns im weiten
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Die Mittel, dadurch wir gesund erhalten werden.
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Der Körper ändert sich bei jedem Augenblik,
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Es fliegt ein Theilgen weg, als unsers Leibes Stük;
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Er dunstet immer aus, und was er hat verlohren,
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Wird durch die Speiß, den Trank auch wieder neu-
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Was die Natur verliehrt das wünschet sie ersezt,
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Darum verlanget sie was unsern Leib ergözt,
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Die Speise und den Trank; die diese Triebe
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Die pflegen solchen Durst und Hunger zu benennen.
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Und wenn der Mensch genug, von Speiß und
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So ist das ein Beweis, daß das der Körper hat,
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Was er zur Nahrung braucht, und daß er das
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Was durch die Ausdünstung vorhero weggegangen.
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Wer nun nicht mehr begehrt, als vorher ist ver-
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Als das, was die Natur sich zu erhalten braucht,
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Der lebet mäßiglich: und wer ein Mensch will heissen,
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Muß sich der Mäßigkeit in Speiß und Trank be-
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Die Mäßigkeit ernährt, die Uebermaß verdirbt,
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Zeugt einen siechen Leib, bis das er gar erstirbt;
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Ein Lampe brennet gut so lang er Oel geniesset,
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Erstikket und verlischt, wenn er ganz überfliesset.
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Soll die Gesundheit blühn; so braucht man Speiß
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Geniest man das zu viel; so wird der Körper krank,
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Zur Arbeit ungeschikt, wird schläfrich und verdrossen,
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Weil er mit Uebermaß die Nahrung hat genossen.
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Es ist des Menschen Pflicht sein Leben zu ersparn,
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In dem gesunden Stand den Körper zu bewahrn,
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Mit der Bedingung hat der Schöpfer uns das
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Dem Geist, des Körpersbau zur Wohnung eingege-
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Und das geschiehet auch ohn allen Wiederstreit,
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Durch rechte Ausübung der wahren Mäßigkeit;
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Die eine Panacee wodurch man sich verwahret
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Und wer dieselbe braucht, der hat viel Geld ersparet.
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Wer wahre Tugend liebt, und auch sein eignes
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Wie jeder Mensche muß, und wie ein Christe soll;
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Der fasset den Entschlus die Feinde zu verdringen,
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Die Neigungen die uns zur Uebermaasse zwingen.
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Die Grenzen die uns sind von der Natur gesezt,
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Die werden eh mans denkt, bei unsern Thun verlezt.
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Wie leicht geschieht es nicht bei Trinken oder Essen,
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Wenn wir dieselbigen nach dem Geschmak ausmes-
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Des Schöpfers Weisheit hat uns den Geschmak
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Daß wir was uns nicht nüzt, zu unserer Nahrung,
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Daß wir mit Wollgefalln die Kost, den Trank ge-
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Die seine Gütigkeit uns suchet einzuflössen.
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Allein wenn der Geschmak soll einzig Richter seyn;
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So giessen wir zu viel in unsern Magen ein;
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So können wir gar leicht zu unsern eignen Schaden,
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Den innerlichen Bell, den Magen überladen.
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Wo aber die Vernunfft das Maas dabei bestimmt,
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So wird der Mensch gewohnt, daß er nicht weiter
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Als das was die Natur muß zur Erhaltung haben,
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Die Kräffte zu vermehrn, sich wiederum zu laben.
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Wer seiner Nahrung Zwek aus blinden Trieb ver-
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Und blos aus Ueppigkeit, was schmekket, trinkt und
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Der wünschet wie ein Vieh zu der Begierden Freude,
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Die unersätlich sind, die überflüßge Weide.
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Ein Mäßiger bedenkt bei fetten Ueberflus,
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Wenn ihn die Kehle reizt, auch allmahl den Ver-
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Den der empfinden wird, der alles in sich schlinget,
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Und seines Körpers Bau, dadurch nur Schaden brin-
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Und dies beweget ihn sich klüglich vorzusehn,
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Er ißt nicht was ihm schmekt; er sieht die bangen
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Die aus der Uebermaaß, als böse Früchte keimen,
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Er scheut sich vor der Last, vor Unruh, schweren
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Vor Grimmen seines Bauchs, vor Angst und
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Vor dem erfolgenden und plözlich schnellen Todt.
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Vor alles Ungemach, das daraus dreinst entspringet,
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Wenn man der Kehle folgt, und alles in sich schlinget.
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Er sieht den Schaden ein, den von dem Ueberflus,
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Die edle Seele selbst alsdenn erleiden muß,
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Die in des Körpers Dunst, als wie in Pfüzen lieget,
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Und einen Vogel gleich der wenn er aufwerts flieget,
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Stets wieder nieder sinkt; weil wenn er sich erhebt,
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Die klebricht schwere Last an seinen Flügeln klebt.
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Da wo die Mäßigkeit den giergen Gaum regieret,
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Wird nicht so starker Trieb zur Lasterbahn verspüret.
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Wo Bachus Becher fehln, da herrscht die Venus nicht;
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Die wie ein Wirbelbraus durch alle Riegel bricht,
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Und schäumend überschwemmt was Keuschheit, Zucht
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Derselben aufgestellt zu einer Gegenwehre.
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Da hat die Lasterbrut die in dem Herzen stekt
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Die geile Nahrung nicht, die ihren Keim erwekt;
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Da kan der Satan auch durch listiges Bemühen,
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Die Seele nicht so leicht in seine Nezze ziehen,
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So vielen Vortheil bringt die reine Mäßigkeit,
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Die so gepriesene, belobte Nüchternheit;
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Sie kan im Christenthum zu einem heilgen Leben,
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Bei himmlischen Gedein auch Lust und Nuzzen geben.
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Jhr Menschen! jaget nach der Tugend die euch
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Entziehet euch der Bahn wo man den Lastern fröhnt;
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Wolt ihr den Schöpfer recht, wie sichs gebührt,
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So dürffet ihr euch nicht mit Speiß und Trank
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Ein nüchternes Gemüt, die mäsige Natur,
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Gefällt der Gottheit wohl; der Teuffel liebet nur
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Die Seelen die bedekt im Ueberfluße schwemmen,
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Und der Begierden Reiz durch kein Gesez umdämmen.
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Soll aber euer Trieb nicht auf die Wollust gehn,
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So müßt ihr jederzeit auf solche Mittel sehn,
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Wodurch der rege Geist der gern derselben fröhnet,
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Wird von der Fleischeskost der Sinnen abgewöh-
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Die Weisen geben uns auch schöne Regeln an,
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Stat süssen Himmelbrodts, will Fleisch und Knob-
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Wo der Verstand regiert, Vernunfft das Scepter
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Da ist die Residenz wo ihren Hofstaat hält,
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Die keusche Mäsigkeit. Die Seele ist verdorben,
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Wenn die Begierden sich das Regiment erworben;
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Weil sie mit Ungestüm, mit rauschender Gewalt
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Als eine Wirbelfluht, ohn allen Auffenthalt
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Den Willen dahin ziehn, wohin ihr Trieb sich neiget
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Der als ein Sclave sich ins Joch geduldig beuget.
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Drum ist die Regel gut:
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Eh er die rege Wuth in unsern Fleisch voll-
strekt:
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Man zäume ihm recht fest; sonst wird er sich erregen,
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Und ehe man es meint den Zügel uns anlegen.
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Die Weisen welche sich mit rechten Ernst bemühn,
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Das menschliche Geschlecht den Lastern zu entziehn,
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Die geben auch den Rath:
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Weil unsre Seele nie in stiller Müsse ruht,
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Sie denket, sie verlangt, und muß auch etwas ha-
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Womit sie ihren Trieb, die Sehnsucht könne laben.
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Gibt man den Geiste nicht die Nahrung die ihm
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So schweiffet leichtlich aus der schon verdorbne Wiz;
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So sucht er eine Lust, ein sinnliches Ergözen;
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Er pflegt das als ein Gut das herrlich ist, zu schä-
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Weil er nichts bessers kennt. Da kan es leicht ge-
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Daß die Begierden ihn auf einem Abweg drehn,
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Darauf er nichts verlangt, als solche Kost zu schmek-
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Die billig einem Geist nur Ekkel muß erwekken.
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Man sieht die Warheit gleich bei jedem Kinde ein,
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Wenn es sonst nichts zu thun; so muß gegessen seyn;
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Es denket stets darauf; weil es sonst nicht zu den-
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Wird man ein Puppenwerk zum Zeitvertreib ihm
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Ist es so gierig nicht. Warum? weil es was hat,
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Daran sein Herze klebt. Man folge diesen Rath,
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Beschäfftige die Seel mit Nahrung die sich schikket;
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So wird der rege Trieb allmählig unterdrükket,
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Der sonst zur Völlerei und Ueppigkeit verführt,
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Dadurch der Geist die Krafft zum Guten bald ver-
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Denn wer nichts gutes thut, der muß was böses
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Wer sich zum Fleis gewöhnt, der wird auch mäßig