Die Weisheit GOttes an den man- nigfaltigen Gesichtsbildungen und Sprachen der Menschen

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Johann Justus Ebeling: Die Weisheit GOttes an den man- nigfaltigen Gesichtsbildungen und Sprachen der Menschen (1747)

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Die Weisen welche sich mit allem Ernst bemüht,
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Die Mannigfaltigkeit, die man
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Jm Reiche der Natur zu
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Die haben diesen Saz: Es sey nichts zu benennen
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Das einem andern gleich; auch bei der Aehnligkeit,
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Sey dennoch allemahl, ein grosser Unterscheid,
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Man sieht an einem Ding noch immer solche Zeichen,
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Daß es mit andern nicht sey völlig zu vergleichen.
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Die Blätter eines Baums, sind in dem Pflanzen-
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Aus einem Stamm erzielt, dem andern völlig gleich,
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Doch nur nach äusren Schein, wenn wir sie recht
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So sind sie dennoch nicht sich völlig gleich zu ach-
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An einem findet man, was nicht an andern ist,
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Ob es gleich aus dem Stam, woraus das andre
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Wer daran zweiffeln will, darf sich nur recht be-
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Durch ein Vergrößrungs-Glas sie im Betracht zu-
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Daraus erhellet klar, daß
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Das sieht man sichtbarlich an diesem Mancherlei,
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Das in der Welt entsteht, da sich bei dem Ver-
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An allen was man sieht, stets andre Zeichen finden,
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Zu ihren Unterscheid. Wie gros ist der Verstand,
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Der dieses ausgewählt, wie mächtig dessen Hand,
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Aus dessen Werkstat ist so vieles, vieles kommen,
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Und das doch allemahl ein Zeichen angenommen,
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Wodurch es sich beweißt das es zwar gleicher Art,
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Doch ein besondres Ding bei seiner Gegenwart.
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Mein
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Wir müssen auch dabei dich als Allweise achten.
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Das Kreaturen Heer, das in der ganzen Welt,
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In ungezählter Zahl von dir ist aufgestellt,
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Kan keines Menschen Herz vollkommen überden-
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Wir müssen nur den Sinn auf einge Arten lenken,
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Aus deren Mannigfalt schon sichtbahrlich erscheint,
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Daß nichts dem andern gleich, wie man aus Einfalt
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Der Mensch das Hauptgeschöpf, die Bürger dieser
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Wir können hier uns selbst schon unsre Zeugen wer-
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Man sehe nur den Mensch nach dem Gesichte an,
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Wodurch man sie gar leicht von andern trennen
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Wie gros ist hierin nicht das Mannigfalt zu nen-
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Nur an denjenigen, die wir vornemlich kennen?
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Ein jegliches Gesicht, hat Augen, Nasen, Mund,
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Doch aus den Zügen wird der Unterscheid gleich
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Die Theile sind zwar da, und auch in dem Ver-
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Dem äusren Ansehn nach, in gleicher Lag zufinden,
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Und dennoch findet man in der Gesichtsbildung,
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Daß auch bei tausenden stets eine Aenderung
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Und könten wir die Zahl vernünftiger Geschöpfe,
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Die auf dem Erdball sind, und alle Menschen-
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In gleiche Reihe stelln, so machte diese Schaar,
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Bei dieser Musterung den Saz doch allmahl klar:
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Es ist kein Angesicht, das einem andern gleichet,
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Wenn dieser, jener gleich die Aehnlichkeit errei-
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Von diesem oder dem, es bleibt doch allemahl,
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Ein grosser Unterscheid, auch bei der grösten Zahl.
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Exempel
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An der Gesichtsbildung; ob in dem Zügen, Stri-
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Sie auch sich gleich gewest, so das kein Unterscheid,
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Ist noch nicht ausgemacht; ohn allen Wiederstreit,
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Ist bei dem Aehnligsehn, noch vieles da gewesen,
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Woraus man sichtbahrlich und deutlich können lesen,
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Daß sie nicht völlig gleich. Wer also überdenkt,
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Wie mannigfaltiglich die Züge sind gelenkt,
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Der muß Verwundrungsvoll dabei gleich eingeste-
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Daß daran, daß ein
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Jhr Thoren die ihr euch mit falschen Grillen plagt
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Die ihr, es sey kein
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Die ihr die Welt erbaut, aus Stäubgen die ver-
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In den verwirten Drang zusammen sich gezogen,
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Sagt mir wie geht das zu, wenn nur ein Ohngefehr,
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Die Mutter aller Ding, das Schicksal Vater wär,
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Daß unter Menschen nicht, da doch viel Millio-
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In einem jeden Land des Erdenkreises wohnen,
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Ein gleiches Paar zu sehn? Es muß doch einer seyn,
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Der dieses so gewollt, sonst träf es woll mahl ein,
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Daß Kinder die jezt doch natürlich ja entstehen,
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Dem Vater der sie zeugt, vollkommen gleiche sehen;
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Sonst träf es woll mahl ein, daß sie der Mutter
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Jm Abdruk der Natur vollkommentlich erfüllt,
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Jhr wollet oder nicht, ihr müsset doch bekennen,
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Daß dieser Unterscheid sehr weislich sey zu nennen.
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Jhr sprecht daß die Natur, so überkunstreich sey,
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Sie liebe in der Welt ein ungleich Mancherlei:
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Jhr wißt nicht was ihr sagt, was kan Natur for-
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Ohn einem Oberherrn, der alles muß regieren?
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Wir sehen keinen Grund, das etwas von sich sey,
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Vielweniger falln wir, der blinden Meinung bei,
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Daß dieses Mannigfalt, in den Gesichtes-Zügen,
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Ohn eine weise Macht, sich könn von selbsten fügen.
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O! weise Majestät, du hast das äusre Bild,
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Der Menschen wunderbahr, mit deinem Glanz er-
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Wir die wir dich als
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Wir müssen dich auch drum Allweis und mächtig
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Daß du so herrlich hast der Menschen ihr Gesicht,
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Mit einem Unterscheid fürtreflich eingericht.
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Die Vortheil die daraus zu unsern Glük entstehen,
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Sind in den Völker-Staat mehr als zu klar zu se-
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Wär jeder am Gesicht dem andern gänzlich gleich,
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So wäre unsre Welt, ein recht Verwirrungs-
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Der Böse wär alsdenn vom Guten nicht zu schei-
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Der Fromme müste oft die harte Straffe leiden,
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Die auf die Bosheit folgt: ein solcher der ein Freund,
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Säh eben also aus, als der ein falscher Feind,
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Da könte man Betrug nach seinen bösen Willen,
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In fremden Nahmen spieln, man dürfte sich nur
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In eines andren Kleid, so wär es gleich der Mann.
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Ein jeder denke nach, was draus entstehen kann;
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So wird die Weisheit klar, die zum vergnügten
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Ein sonderlich Gesicht, aus klugen Rath gegeben.
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So weislich ist es auch, zum guten Zwek gericht,
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Daß nie kein Mensch also, als wie der andre spricht,
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Der Stimme klarer Thon der aus der Kehle drin-
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Ist mannigfaltiglich, wenn er ins Ohr erklinget.
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Der Sprache Unterscheid zertheilet Volk und Land,
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Es wird am Schibboleth im Augenblik erkannt
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Wer zum Stamm Ephraim, als seinem Volk ge-
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Und wenn man sein Gehör, auf eines Rede keh-
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So merkt man alsobald, daß es derselbe sey,
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Es fält uns Augenbliks am Thon der Mensche bey,
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Der uns vorher bekannt. Auch hierin ist zu spü-
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Des Allerweisesten recht herrliches Regieren,
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Er hat das so gemacht, das jegliche Persohn,
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So gleich uns kenntbar sey, an ihrer Sprache
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Damit in einem Haus, wo viele sind zu finden,
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Die in Gesellschaft sind, an Ordnungen sich bin-
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Man gleich vernehmen kan, wer da sey, oder nicht,
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Wenn man denselben ruft, und er die Antwort
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Und sieht man überal, wie Sprachen, Mundart,
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Die jemahls in der Welt geredet und erklungen,
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Und noch zu hören sind, und wie des Gaums Ge-
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Der Völker mancherlei; so muß man eingestehn,
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Es sey der höchste
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Der alles wunderbar zu seinen Zwek erlesen
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Hier ruft man billig aus: Welch Tieffen siehet man,
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Von göttlichen Verstand in seinen Werken an,
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Welch Menschen Wiz darf sich in Kühnheit unter-
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Der Weisheit tieffes Meer im Schöpfer zu ergrün-
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Wir wenden Ehrfurchts-voll dahin des Geistes
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So oft als wir das thun, so bringen wir zurük,
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Den prächtigen Begrif von den erhabnen Grössen,
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Die in den Werken nicht vollkommen zu ermessen,
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Vielweniger wird man die grosse Majestät,
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Des Schöpfers aller Ding, die sich vor uns er-
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Und seiner Weisheit Licht allhie vollkommen fassen,
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Drum will ichs auch diesmahl bei dem Bewundern

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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