XiX. Auf den Sontag deß zu dem Tode gehen- den Erlösers/ oder Quinquagesimæ. Luc. 18.

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Andreas Gryphius: XiX. Auf den Sontag deß zu dem Tode gehen- den Erlösers/ oder Quinquagesimæ. Luc. 18. (1650)

1
Olieb' ohn Maß! O gunst der nirgends waß zu gleichen/
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Die GOtt in Todt: ins Creutz aus seinem Throne trägt!
3
Daß sich der Lebens Fürst selbst in die schantze schlegt
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Verstehet kein verstand. Kein sinnen wirds erreichen/

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Ach/ sol das zartte Fleisch in schmach vnd geisselstreichen.
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In schwerer Sünden last die meine schuld aufflegt
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In dem entbrandten grimm/ den Gottes fluch erreg’t
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Vnd Mosis satzuug sterckt verschmachten vnd erbleichen?

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Wie daß ich doch mein HErr: so blind dein Leiden flih
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Wie daß ich nicht mit dir eylfertig dahin zih?
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Wo du durch angst vnd Creutz wirst in den Himmel gehen/

12
O
13
Steh still vnd schaw mich an/ denn werd ich sehend seyn
14
Vnd deine Bruder trew’ vnd Liebe recht verstehen.

(Gryphius, Andreas: Teutsche Reim-Gedichte. Frankfurt (Main), 1650.Aus: Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Textgrid, CC BY-SA 3.0.)

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Andreas Gryphius
(16161664)

* 02.10.1616 in Głogów, † 16.07.1664 in Głogów

männlich, geb. Gryphius

natürliche Todesursache | Schlaganfall

Dichter des Barock

(Aus: Wikidata.org)

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