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Der Mensch ist mehr bemüht, was auser
ihm zu sehn,
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Als das was an ihm ist, recht gründ-
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Er will aus Neubegier die ganze Welt ergründen,
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Und denket kaum daran, was an ihm selbst zu fin-
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Er ist die kleine Welt, der Allmacht Meisterstük,
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Und dennoch sieht er nicht, auf seinem Leib zurük,
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Daran kein Glied zu sehn, kein Theilgen zu er-
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Die nicht von weiser Macht des Schöpfers Zei-
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Die Eitelkeit schaut zwar in glatte Spiegel ein,
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Aus Eigenlieb entzükt, ihr Bild im Gegenschein,
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Wie es gepuzzet ist, bemerkend anzublikken,
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Um ihre Schönheit sich darinnen abzudrükken:
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Allein man siehet nicht mit Andacht, welche Pracht,
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Den Bau des Körpers schmükt, den
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Wie wir doch schuldig sind, den Schöpfer zu er-
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Der uns so wunderbar die Glieder hat gegeben.
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Der Leib ist wie ein Haus, darin die Seele wohnt,
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Darin der rege Geist, als im Verborgnen thront,
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Die Glieder sind recht fest und künstlich dran ver-
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Daß man erstaunen muß, so bald man das beden-
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Sehn wir ein Räderwerk, daß sich bewegen kan,
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Und eine Kunstmaschin in ihrem Gange an;
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So werden wir entzükt, wir wünschen gleich zu
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Wie diese Theilgen sich fest in einander schliessen;
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Die künstlichste Maschin, die sich bewegt und dreht,
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Durch Räder die gespannt, in ihren Lauffe geht,
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Wird nur ein schlechtes Werk, wenn wir uns un-
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Den Wunder-vollen Gang des Körpers zu er-
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O! Menschen! richtet doch eur lüsternd Augen-
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Auf eurem Körper selbst, betrachtet welch ein Werk
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Der Bau des Leibes ist, wie künstlich er sich len-
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Und wie das Glied sich regt, nachdem die Seele
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Wer diese Wunder kennt, die
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Den weisesten Entzwek des Schöpfers, dran
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Der wird so sündlich nicht des Höchsten Werk be-
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Vielmehr sich drauf bemühn, wie es sey zu beschir-