XiI. Auff den Sontag deß auf der Hochzeit bewehreten Messias/ oder den II. Nach dem Fest der Weisen. Johann. 2.

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Andreas Gryphius: XiI. Auff den Sontag deß auf der Hochzeit bewehreten Messias/ oder den II. Nach dem Fest der Weisen. Johann. 2. (1650)

1
Jsts so mein Seelentrost/ daß die gewündschte Stunde
2
Der hülffe noch nicht dar? Ists möglich daß ich muß
3
Noch weiter trostloß seyn? vnd folgt auf meinen gruß/
4
Nichts alß ein rawes wortt? Ogrimme Seelen wunde!

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Was hab ich Mensch mit dir! kom’t diß aus deinẽ Munde?
6
Ich lasse doch nicht ab/ mich kräncket kein verdruß
7
Ich wartt’ o Bräütigam auf deinen frewden kuß/
8
Du kennest rechte zeit/ vnd wirst nach deinem Bunde

9
Die Hertzen die bißher mit Gallen sind getränckt
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Den du den Creutzkelch hast gantz thränen voll geschenckt

11
Mit reiner wollust Wein in ewigkeit ergetzen?

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Wen man deß Teuffels Braut/ der rohen tollen Welt
13
Die truncken von dem glück an itzt jhr Fraßfest hält/
14
Das ärg’ste wird zu letzt mit Gall vnd Pech vorsetzen.

(Gryphius, Andreas: Teutsche Reim-Gedichte. Frankfurt (Main), 1650.Aus: Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Textgrid, CC BY-SA 3.0.)

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Andreas Gryphius
(16161664)

* 02.10.1616 in Głogów, † 16.07.1664 in Głogów

männlich, geb. Gryphius

natürliche Todesursache | Schlaganfall

Dichter des Barock

(Aus: Wikidata.org)

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