X. Auf das Fest der Weisen/ oder der offenbah- rung Messi æ. Matth. 2.

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Andreas Gryphius: X. Auf das Fest der Weisen/ oder der offenbah- rung Messi æ. Matth. 2. (1650)

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Wo sol ich dich mein Licht/ mein höchster König finden/
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Wenn auch dein eigen Volck nichts von dir hält noch
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weiß?
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Was hilfft mich suchen viel? was nutzt der fragen fleiß
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Wenn mich verblendet hat die Nacht der trüben Sünden?

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Doch! wenn du nur nicht heißt den hellen Stern ver-
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schwinden/
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Den deine Lieb aufsteckt/ soll meine Seelen reiß
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Starck fort vnd für sich gehn/ biß ich dich Zions Preiß
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Vnd schönste Sarons Blum/ mög vmb mein Hertze winden.

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Denn wil ich dir für Goldt mein Fürst nicht falsche trew/
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Für Weyrauch/ Andachts
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Mein Priester/ der du Todt vnd Sünde tilgest/ geben.

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Du läutere dis Gold in Liebe/ laß in pein
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Für Weyrauch die Gedult/ ja mich dein Räuchwerck seyn-
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Vnd wenn der Cörper faull’t so heiß die Seele leben.

(Gryphius, Andreas: Teutsche Reim-Gedichte. Frankfurt (Main), 1650.Aus: Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Textgrid, CC BY-SA 3.0.)

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Andreas Gryphius
(16161664)

* 02.10.1616 in Głogów, † 16.07.1664 in Głogów

männlich, geb. Gryphius

natürliche Todesursache | Schlaganfall

Dichter des Barock

(Aus: Wikidata.org)

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