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Adam sank zu den Füßen des Mittlers nieder, und fleht' ihm:
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Hab’ ich Gnade vor dir gefunden; so laß, o Messias,
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Einige Blicke mich thun in die Folgen deiner Versöhnung.
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Adam gieng in die Schatten der Cedern, und Schlummer, wie
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In dem ruhigen Schooße des Paradieses, befiel ihn,
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Und er sah ein Gesicht. Er kam, von Erstaunen belastet,
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Langsamen Schrittes, zurück zu den Auferstandnen, und Engeln.
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Sie umschwebten den Vater der Menschen, mit sanftem Verlangen,
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Von dem milderem Schimmer des letzten Tages zu hören.
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Adam setzte sich nieder auf einer der Höhen; sie setzten
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Sich an dem Fusse des Hügels vor Christus Begnadigtem nieder.
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Einst am Tage des Herrn, als, auf der kommenden Dämm’rung
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Flügel, vor mir die einsamen freudigen Stunden vorbeyflohn,
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Und ich forschete; kam die heilige Sionitin
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Gegen mich her. So war mir noch nie die Prophetin erschienen,
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So viel Ewigkeit hatte noch niemals ihr Antlitz getragen!
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Und sie sang mir Adams Gesicht. Sie selber verstummte
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Oft, da sie sang. Die Wange glüht’ ihr, es drang zusehends
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In ihr glühendes Angesicht schnelle Bläße. Die Lippe
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Rufte stammelnde Donner, und ernst her blickt’ ihr das Auge.
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Fast entsank die Harfe der starrenden Hand, und die Krone
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Bebt’ um ihr fliegendes Haar. Dann erhub sie sich wieder, dann
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Jedes Lächeln der ewigen Ruh in ihr Antlitz herunter.
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Dann mit hundert Flügeln geflügelt, mit Schwingen des Sturmes,
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Stiegen die Erstgebohrnen der Seele, die wahrsten Gedanken
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Auf zu Gott. So sah sie mein Aug’, und starrt’ in die Nacht hin.
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Mit der Linken berührt’ ich die Erde, mein Grab; und die Rechte
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Hub ich gegen den Himmel empor. Der Erde Bewohner,
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Oder des Grabes, was ich vermag, das will ich euch singen.
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Tausend Gedanken erflog mein Geist nicht; zu tausenden fehlt mir
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Stimm’ und Gesang; und tausendmal tausend verbarg sie dem Hörer.
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Adam begann. So strömten die Lippen des Erstgeschaffnen:
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Schnell, der Cherub denket so schnell, so wurd’ ich geführet
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Unter die Schaarenheere der auferstandenen Todten.
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Grenzlos war das Gefild der Auferstehung. Sie warens
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Alle meine Kinder! O ewiger Vater der Wesen!
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Welch ein Anschaun war es! und welches das Anschaun dessen,
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Der auf dem Throne saß, die Kinder Adams zu richten!
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Väter des Mittlers, und ihr, o Engel! wie mächtig empfand ich,
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Was die Unsterblichkeit sey! Das Alles erblickt’ ich, und lebte!
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Siehe, der Tag wird kommen, dann werdet ihr alle das Heer sehn,
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Das ich sah! und dann wird die Ewigkeit kommen, und keiner
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Unter euch allen wird dann das auszusprechen vermögen,
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Was er sah. Ach er sah dann auch auf dem Throne den Richter!
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Adam senkte zum Wonnegebete sich nieder zur Erde:
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Jesus Christus, du haft mich erhört, und ich habe gesehen
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Deines entscheidenden Tages der Strahlen einige leuchten,
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Einige Donner deines Gerichts, Sohn Gottes, vernommen!
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Und der Vater der Menschen erhub sich wieder, und sagte:
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Lange, so däucht es mich, dauerte schon die Zeit der Entscheidung;
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Viele waren schon, als ich mich nahte, gerichtet,
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Sieh, es war kein Tag der Sonne; sie war erloschen,
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Oder verhüllet. Der Glanz des Thrones überstrahlte
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Schön, und schrecklich das weite Gefilde der Auferstehung.
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Christen wurden, die Christen verfolgten, und wegen der Lehre
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Von dem getödteten Menschenfreunde, von herzlicher Liebe
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Zu den Brüdern, die Brüder erwürgten, (Mein Innerstes zittert
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Und mein starrender Blick sieht wieder am Opferaltare
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Abel in seinem Blute, den Guten vom Bösen getödtet!)
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Diese wurden gerufen, vor Gott zu kommen. Der Cherub,
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Welcher sie rief, stieg nieder vom Thron zu dem offnen Gerichtsplatz,
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Stand auf seinen Höhen, und goß zwo strömende Schalen
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Auf die Erde, die eine voll Thränen, die andre von Blut voll.
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Da das Blut in die Thränen herabfloß; wandt’ er sein Antlitz
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Um zu dem Thron, und rufte: Du hast sie alle’ gezählet!
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Ruh der blutenden Unschuld, die diese Thränen geweint hat!