XlIII. An H. Johan Christoph. von Schönborn: über meine zurück kunfft in Deutschland

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Andreas Gryphius: XlIII. An H. Johan Christoph. von Schönborn: über meine zurück kunfft in Deutschland (1650)

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Der/ den jhr offt gewündscht/ der der Euch offt begehret
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Der vnter frembder schar den neündtẽ Frühling zehlt
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Den seiner Gräntzen Angst/ abwesend auch gequält/
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Der den der Feinde Neydt/ der Freunde Todt beschweret:

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Der/ nun der Erden Haupt/ jhm sein Gesicht gewehret/
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Nun nach der Römischen pracht kaum was zu schawen
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fehlt/
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Nun sich jhm
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Hat seinen weg zu rück’ ins Vaterland gekehret.

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Ins Vaterland! ach nein/ er misset die bekandten/
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Er findet kaum die grufft so vieler anverwandten
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Weil auch die Erden selbst durch glutt vnd fluth ver-
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geht.

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Was wil Er denn bey Euch? was hat Er vor genommen?
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Er sucht den Geist/ der noch/ nun alles vmb-ist kommen:
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Auf fester Trewe grund auffrichtig vor jhn steht.

(Gryphius, Andreas: Teutsche Reim-Gedichte. Frankfurt (Main), 1650.Aus: Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Textgrid, CC BY-SA 3.0.)

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Andreas Gryphius
(16161664)

* 02.10.1616 in Głogów, † 16.07.1664 in Głogów

männlich, geb. Gryphius

natürliche Todesursache | Schlaganfall

Dichter des Barock

(Aus: Wikidata.org)

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