XlII. Vber die vnter jrrdischen Gruffte der Heili- gen Martyrer zu Rom

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Andreas Gryphius: XlII. Vber die vnter jrrdischen Gruffte der Heili- gen Martyrer zu Rom (1650)

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Hjer beuge Knie vnd Haupt! die vnter jrrd'schen gänge
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Die grüffte sonder licht/ die du bestürtzter Christ/
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Nicht ohn entsetzen sihst/ die waren als die list
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Vnd Macht Gott Krieg anbott/ nicht tausenden zu enge.
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Die Leichen sonder zahl/ der heilaen Cörper menge

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Sind die/ auff die sich Höll vnd Welt vmbsonst gerüßt/
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Die Pein vnd Todt gepocht! die Pfal vnd Schwerd ge-
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küßt/
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Die nach der quaal gerennt mit frölichem gedränge.

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Hier ists wo Christus Kirch/ mit fewrigen Gebetten/
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Von Blut vnd Thränen naß/ Gott vor gesicht getretten
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Die stets der Welt abstarb/ must vnter leichen seyn.

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Die ewig wachsen solt; must alhier Wurtzel finden/
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In dieser finstern Nacht must jhr Licht sich entzünden/
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Die auf den Felß gegründt/ wohnt’ vnter lauter Stein.

(Gryphius, Andreas: Teutsche Reim-Gedichte. Frankfurt (Main), 1650.Aus: Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Textgrid, CC BY-SA 3.0.)

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Andreas Gryphius
(16161664)

* 02.10.1616 in Głogów, † 16.07.1664 in Głogów

männlich, geb. Gryphius

natürliche Todesursache | Schlaganfall

Dichter des Barock

(Aus: Wikidata.org)

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