XlI. Als Er auß Rom geschieden

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Andreas Gryphius: XlI. Als Er auß Rom geschieden (1650)

1
Ade! begriff der welt/ Stadt der nichts gleich gewesen/
2
Vnd nichts zu gleichen ist/ In der man alles siht
3
Was zwischen Ost vnd West/ vnd Nord vnd Suden blüht.
4
Was die Natur erdacht/ was je ein Mensch gelesen.

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Du/ derer Aschen man/ nur nicht vorhin mit Bäsen
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Auff einen hauffen kährt/ in der man sich bemüht
7
Zu suchen wo dein grauß/ (fliht trüben Jahre! fliht!)
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Bist nach dem fall erhöht/ nach langem Ach/ genäsen.

9
Jhr Wunder der gemäld/ jhr prächtigen Palläst/
10
Ob den die kunst erstarr’t/ du starck bewehrte Fest/
11
Du Herrlichs

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Jhr Bücher/ Gärten/ grüfft’; Jhr Bilder/ Nadeln/ Stein/
13
Jhr/ die diß vnd noch mehr schliß’t in die Sinnen eyn/
14
Ade! Man kan euch nicht satt mit zwey Augen schawen.

(Gryphius, Andreas: Teutsche Reim-Gedichte. Frankfurt (Main), 1650.Aus: Haider, Thomas: Deutsches Lyrik Korpus (DLK) v5.0, 2022. Ursprünglich aus Wikisource (Wikimedia Foundation Inc.) übernommen und durch das Deutsche Textarchiv (DTA) aufbereitet und angereichert; als DLK-Ausgabe bearbeitet und kuratiert. Lizenz: Verbreitet unter der Creative Commons Attribution-ShareAlike 4.0 International Lizenz (CC BY-SA 4.0). Änderungen: Textkorrekturen, Anreicherung mit Metadaten und Textannotationen sowie Konvertierung durch Textopus.)

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Andreas Gryphius
(16161664)

* 02.10.1616 in Głogów, † 16.07.1664 in Głogów

männlich, geb. Gryphius

natürliche Todesursache | Schlaganfall

Dichter des Barock

(Aus: Wikidata.org)

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