XxXVII. Grabschrifft eines Hochberühmbten Mannes

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Andreas Gryphius: XxXVII. Grabschrifft eines Hochberühmbten Mannes (1650)

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Hjer lieg ich/ nicht mehr Ich/ ein abgelebte Leichen
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Ruht vnter diesem Stein/ der Geist der Erd’ vnd See
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Vnd Sternen/ durch gesucht/ Sucht nunmehr in der höh’
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Die ewig’ Ewigkeit/ die hier nicht zuerreichen.

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Die welt hat nichts als dunst/ was lebt muß stracks erblei-
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chen:
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Die wissenschaft ist wahn/ die schönheit: leichter Schne’/
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Der Adel frembde Pracht. Zeigt etwas das jtzt steh’
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Vnd nicht dem rawen grim der zeitten müsse weichen.

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Mein gutt/ mein standist hin/ kein Freund weiß mehr von
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mir/
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Mein Ruhm hat auch sein grab/ man läst doch alles hier/
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Vmb daß ihr Menschen pflegt/ was Ewig. zuverlieren.

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Diß was ihr leben nennt’ jhr sterblichen/ ist todt
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Was jhr für todt anschaw’t ist leben sonder noth.
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Die welt muß in die grufft/ die grufft zum Himmel führen.

(Gryphius, Andreas: Teutsche Reim-Gedichte. Frankfurt (Main), 1650.Aus: Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Textgrid, CC BY-SA 3.0.)

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Andreas Gryphius
(16161664)

* 02.10.1616 in Głogów, † 16.07.1664 in Głogów

männlich, geb. Gryphius

natürliche Todesursache | Schlaganfall

Dichter des Barock

(Aus: Wikidata.org)

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