XxXIV. Auff den Todt deß Hertzogs von Buckingam. Auß eines andern Frantzösischen

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Andreas Gryphius: XxXIV. Auff den Todt deß Hertzogs von Buckingam. Auß eines andern Frantzösischen (1650)

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Das Glück/ so fruchtbar ist nur wunder zu gebehren/
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Hat mich so hoch geführt/ alß keiner je gesetzt/
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Zwey König’haben mein gebott für noth geschetzt/
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Vnd musteu jhren platz mir in der Welt gewehren.

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Was Ehr vnd Vberfluß/ mocht Engelland bescheren:
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Hat mein freygebig seyn/ vnendlich auffgesetzt/
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Trotz meinem Vaterland! vnd dem es leid! zu letzt/
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That ich doch auff der Erd vnd See nur mein begehren.

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Endlich! entbrand von lust nach ewig-hohem preiß
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Setzt’ ich mit Franckreich an/ vnd wagte so viel Schweiß.
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Das wer den anschlag schmeht; den Vorsatz muß beneyden.

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Doch hab ich vrsach/ glück/ zu klagen über dich/
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Ich habe nicht verdint diß leben sonder leiden:
14
Ich habe nicht verhofft so grimmen Todesstich.

(Gryphius, Andreas: Teutsche Reim-Gedichte. Frankfurt (Main), 1650.Aus: Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Textgrid, CC BY-SA 3.0.)

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Andreas Gryphius
(16161664)

* 02.10.1616 in Głogów, † 16.07.1664 in Głogów

männlich, geb. Gryphius

natürliche Todesursache | Schlaganfall

Dichter des Barock

(Aus: Wikidata.org)

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