XxVIII. Dominus de me cogitat

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Andreas Gryphius: XxVIII. Dominus de me cogitat (1650)

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Jn meiner Ersten blütt. Jm früling zarter tage
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Hat mich der grimme Todt verwaiset/ vnd die Nacht
3
Der Trawrigkeit vmbhüllt/ mich hat die herbe macht
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Der Seuchen außgezehrt. Ich schmacht in stätter plage.

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Ich theilte meine zeit/ in Seuffzer/ Noth vnd klage/
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Die mittel/ die ich offt für feste Pfeiler acht/
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Die haben (leider!) all erzittert vnd gekracht
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Ich trage nur allein den jammer den ich trage.

9
Doch nein! der trewe GOTT. beut mir noch aug vñ hand
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Sein Hertz ist gegen mir mit Vatertrew’ entbrand/
11
Er ists/ der jeder zeit vor mich/ sein Kind muß sorgen.

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Wenn man kein Mittel find/ siht man sein wunderwerck
13
Wenn vnsre krafft vergeht/ beweißt er seine stärck
14
Man schaw’t jhn/ wenn man meynt/ Er habe sich verborgen.

(Gryphius, Andreas: Teutsche Reim-Gedichte. Frankfurt (Main), 1650.Aus: Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Textgrid, CC BY-SA 3.0.)

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Andreas Gryphius
(16161664)

* 02.10.1616 in Głogów, † 16.07.1664 in Głogów

männlich, geb. Gryphius

natürliche Todesursache | Schlaganfall

Dichter des Barock

(Aus: Wikidata.org)

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