XxVII. Domino, quid est Homo, quod memor es ejus!

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Andreas Gryphius: XxVII. Domino, quid est Homo, quod memor es ejus! (1650)

1
Wjr armen! ach wie ists so bald mit vns geschehn!
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Wie plötzlich gehn wir fort/ offt/ eh wir vns besinnen
3
Rufft vnß der schnelle Todt: komm’t Menschen/ kommt von
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hinnen
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Kan jemand was jhm drew’t/ was jtzt gleich anbricht
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sehn?

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Wir spielen sorgenfrey/ wir schimpffen/ lachen/ schmehn!
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Doch vnser End ist dar. Wir werden gantz nicht jnnen
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Wie nahe wir der grufft. diß Leben muß zerrinnen
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Wenn Gott nicht beystand schickt/ ehr wir vmb beyftand
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flehn.

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Ein Stein/ ein stücklin Bley/ vnd ein vergifftend schnauben.
13
Ein fall/ ein Wassertropff/ kan vnß diß leben rauben
14
Geschwinder deñ es Pest/ vñ frost/ vnd Schwindsuchtthut.

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Wir sorgen nur vmbsonst/ wenn Gott nicht für vns wachet/
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Wenn er nicht Wall vnd Burg vnd Läger vmb vns machet.
17
Der ist schon lebend-todt der nicht in seiner Hut.

(Gryphius, Andreas: Teutsche Reim-Gedichte. Frankfurt (Main), 1650.Aus: Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Textgrid, CC BY-SA 3.0.)

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Andreas Gryphius
(16161664)

* 02.10.1616 in Głogów, † 16.07.1664 in Głogów

männlich, geb. Gryphius

natürliche Todesursache | Schlaganfall

Dichter des Barock

(Aus: Wikidata.org)

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