XvII. An H. Guilhelm Schlegel/ in Castain vnd Möhringen. Auff seinen Namens Tag

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Andreas Gryphius: XvII. An H. Guilhelm Schlegel/ in Castain vnd Möhringen. Auff seinen Namens Tag (1650)

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Der/ welchen Euch ein Hertz/ vnd eine Trew verbunden/
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Den jhr zwar vnerkennt/ doch mehr denn hoch gelibt/
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Gibt/ weil bey grawen frost Euch/ Franckreich Blumen
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gibt/
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Was weniger anitzt/ alß Blumen wird gefunden.

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Die pracht der alten welt/ ist mit der welt verschwunden:
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Die Hoheit wird durch fall vnd grimmen sturm betrübt
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Die Zeit hat gantze Reich/ alß Asch’ in wind gesiebt/
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Was tausend Jahre baw’n/ vergeht in wenig stunden.

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Nichts ist ohn seinen todt/ nur trewe gunst besteht
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Wenn Pergamus in glutt/ vnd Rom in staub vergeht/
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In Staub der Tyber last/ das gauckelspiel der winde.

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Sie kennt was ewig ist/ vnd pocht der gräber noth/
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Macht Menschen/ Göttern gleich/ sie macht den Todt ohn
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todt.
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Durch sie lebt was nur lebt: die ists mit der ich binde.

(Gryphius, Andreas: Teutsche Reim-Gedichte. Frankfurt (Main), 1650.Aus: Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Textgrid, CC BY-SA 3.0.)

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Andreas Gryphius
(16161664)

* 02.10.1616 in Głogów, † 16.07.1664 in Głogów

männlich, geb. Gryphius

natürliche Todesursache | Schlaganfall

Dichter des Barock

(Aus: Wikidata.org)

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