XvI. Auff den Einzug der Durchleuchtigsten Köni- gin MARIÆ HENRIETTÆ In Angiers D. 14, Augusti Anno ⅽⅼↄ ⅼↄⅽ xliv

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Andreas Gryphius: XvI. Auff den Einzug der Durchleuchtigsten Köni- gin MARIÆ HENRIETTÆ In Angiers D. 14, Augusti Anno ⅽⅼↄ ⅼↄⅽ xliv (1650)

1
Die Könige gezeugt/ die Königlich gebohren/
2
Die Könige geliebt/ die bey noch zartem Jahr
3
Ein König jhr vermählt/ die Könige gebahr/
4
Nach dem drey Kronen sie/ zur Königin erkohren:

5
Die Fraw’ auff welche sich viel tausend Mann verschworẽ/
6
Verhaßt bey jhrem Volck/ geacht bey frembder Schaar
7
Bey Nachbarn sonder lust/ bey Freunden in gefahr/
8
Verjagt ins Vaterland/ vermißt doch nicht verloren:

9
Die gegenwertig schreckt: abwesend hefftig krigt:
10
Die Helden niederwirfft/ vnd in der Senfften ligt
11
Wirst du erfrew’t

12
Schaw’ an die Majestät die in den Augen spielt
13
Das Antlitz das endeckt/ die sorgen die es fühlt/
14
Vnd lerne/ das was hoch/ auch schmacht’ in höher grawen.

(Gryphius, Andreas: Teutsche Reim-Gedichte. Frankfurt (Main), 1650.Aus: Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Textgrid, CC BY-SA 3.0.)

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Andreas Gryphius
(16161664)

* 02.10.1616 in Głogów, † 16.07.1664 in Głogów

männlich, geb. Gryphius

natürliche Todesursache | Schlaganfall

Dichter des Barock

(Aus: Wikidata.org)

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