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Weil nun die Michal eilt um ihrer Schwester willen,
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Bitt sie Zeruja soll ihr Wünschen doch erfüllen,
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Und fahren mit ihr hin, die ist alsbald bereit,
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Man spannt den Wagen an, da Michal ihre Zeit
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Jmmittelst bringet zu, des Landes süsse Leben
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Hie anzuschauen recht, davon dann wird gegeben
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Von ihr ein solcher Schluß, daß sie den Hof veracht,
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Wann sie die Dienstbarkeit mit dieser Ruh betracht.
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Der Hof der ist ein Band der unsern Willen zwinget,
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Und übergüldte Qual für reine Lust uns bringet.
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Es dienet alles da, es dienet Herr und Knecht,
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Der Knechte Dienst uns selbst die freye Herrschafft schwächt.
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Es muß oft unser Will nach ihrem Willen gehen,
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Und dem der mich bedient muß ich zu Dienste stehen.
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Ich bin des Knechtes Knecht, und hab den Willen nicht,
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Daß was derselbe will, ich ohne Müh verricht.
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So waren Michals Wort, Zeruja wollt bestreiten,
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Der Hof der gienge für, und wäre auch bey weiten
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Geprießner als das Land. Doch Michal blieb dabey,
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Bey Hofe lebt man streng, im Felde lebt man frey.
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Hierauf geht nun die Reis nach der verlaßnen Hölen,
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Allwo Thalmais sich und Merob hefftig quälen,
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Weil sie als sie erwacht, die Michal funden nicht,
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Und finden keinen auch der ihnen was bericht,
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Wo ihre Schwester sey. Von David seinem Knaben,
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Der weil sein Herr war aus, die Aufsicht muste haben
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Auf die geliebte Heerd, erfahren sie zuletzt,
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Was ihre Sorg vermehrt und sie in Unruh setzt;
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Daß nemlich Michal sey mit Davld auf dem Wagen
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Gefahren in das Feld. Was will man hievon sagen?
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Spricht Merob gantz bestürtzt; Indem schaut sie sich um,
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Und schallt ihr für das Ohr der Michal ihre Stimm,
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Sie eilet nach dem Ton, und sieht den Wagen kommen,
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In welchem sie nun kaum Zeruja mit vernommen,
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Da wird sie hoch erfreut und eilet zu ihr an,
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Zeruja ebenfalls sich nicht mehr halten kan,
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Als sie die Merob sieht. Gleichwie sich streckt das Eisen
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Nach dem Magnetenstein, so will sich hier erweisen
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Auch Wechselsweise Lieb. Zeruja und Merob
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Die streiten wer da könn einander siegen ob,
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In Zeigung wahrer Freud; Zeruja war geschicket
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Hiezu weil sie es wust, doch Merob gantz verrücket,
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Weil dieß ihr widerfuhr ohn daß sie es gedacht,
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Drum wurde Wechselsweiß bestürtzte Ruh gebracht.
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Thalmais hatt ihr Theil auch mit an diesen Freuden,
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Und David dessen Hertz schon vieles must erleiden,
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Sah Merob an bestürtzt, die er nebst Thalmais
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Aufs höflichste empfäht, er weiß nun nicht gewiß
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Wer die sey so ihn liebt. Die Merob sich erweiset
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Mit Michal gleicher Güt, er jede bey sich preiset.
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Wann er schaut Merob an, so ist ihr Wunderschein
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So starck daß der vermag sein Hertz zu nehmen ein.
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Erblickt er Michal dann ist ihr liebreiches Wesen
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Also für seinen Sinn dermassen auserlesen,
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Daß er bey sich gedenckt, ach wann es Michal wär!
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Sieht er denn Merob an, wünscht er die ja so sehr.
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Er meinet aus dem Ton der Stimmen wollt er hören,
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Was sein verliebter Sinn zu wissen that begehren.