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Weil aber nun die Zeit und das getobte Brausen,
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Der Elementen Krieg, des Windes tolles Sausen
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Sich wiederum gelegt, und alles war in Ruh,
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So daß die Morgenröth anbrechen wollte nu;
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Merckt David, daß die drey anheben einzuschlaffen,
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Drum steht er leise auf, und geht nach seinen Schafen.
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Die Dämmerung vermag zu stillen nicht die Lust,
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Daß er die sehen könn, von der ihm nun bewust,
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Daß sie ihm wäre hold, er must noch länger harren,
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Und seine keusche Freud bis auf den Tag versparen.
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Die Weile ward ihm lang, die Klippen sah er an,
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Ob deren ihre Spitz ihm nicht was melden kan.
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Indeme wird der Stein, den er ansieht, erröthet,
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Und drauf die Finsterniß zu weichen angenöthet,
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Allmählich wird es hell, der Purpur breit sich aus,
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Und scheinet in die Höl, in dieses Klippenhaus.
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Das Feld wird hierauf wach. Zuerst tönt aus den Büschen
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Der Nachtigallen Lied, ihr angenehmes Zischen
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Sagt gute Nacht der Nacht, der stillen Einsamkeit,
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Und rufft der immer zu, daß sie doch nicht zu weit
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Von ihnen sich begeb, dann diese sie belieben.
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Hier auf der Vögel Heer vermehret sich zu üben,
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Und zwitschert in die Wett, die Nachtigall wird still,
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Weil sie nicht ihre Kunst bey andern mengen will.
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Man höret hin und her die muntern Hunde bellen,
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Der Schall geht in die Berg, die mehr und mehr sich hellen
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Weil nach der Morgenröth der Sonnen helles Kleid
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Auf ihren Gipfeln wird sehr herrlich ausgebreit.
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Der schöne Morgenthau war auch bereits gefallen,
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Die angenehme Zunfft der Hirten that erschallen,
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Bald hie, bald da herum, ein jeder triebe aus.
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Der Peitschen ihr Geklatsch erschallt von Hauß zu Hauß,
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Und wehrt dem dum̃en Vieh wann das wollt Abweg nehmen.
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Des Davids seine Heerd wollt sich auch schon bequemen,
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Sein Hund war zwar bereit; doch aber nicht der Hirt,
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Der von der, so die Höl bedeckt, gehalten wird.
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Er wartet fleißig auf, bis seine Sonn erscheinet,
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Für welche er nicht gnung geschmückt zu seyn vermeinet,
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Ziert sich darauf, so gut sein Hirtenkleid es gönnt,
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Sein schon gesalbtes Haupt mit Blumen er bekrönt.