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Der David war bestürzt, dieß Lied mit anzuhören,
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So seine Arbeit war, und ware sein Begehreu
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Noch grösser als fürhin, zu kennen seine Gäst,
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Von denen eine sich also vernehmen läst:
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Wo hast du dieses Lied, o Schwester, herbekommen?
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Ich hab es, sagte sie, dem Jonathan genommen.
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Wie? fragt die erste bald, kommt es von meinem Mann?
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Weist du dann nicht von wem er dieses haben kan?
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Des Jsai sein Sohn (sprach sie) wie er berichtet,
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Der schöne David hat dieß Kunstgebänd gedichtet,
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Der unserm Vater dient in seiner Traurigkeit,
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Und den jedweder liebt, um seiner Lieblichkeit.
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Du seufzest tief, sprach die, so da bisher geschwiegen,
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Entdeck uns deine Lieb, gelt dieser kan besiegen
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Dein vorhin stoltzes Hertz, was Phalti nicht gekunt,
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Kan Jsai sein Sohn. Mein Seuftzen geht itzund,
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Die andere gab für, hin nach dem Trauerwesen,
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Das unser Vater treibt. Der, der bringt sein Genesen,
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Die erste sprach, der ist ein wenig Ursach mit,
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Daß deine Seuftzer gehn. Wann ich dich fleißig bitt,
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Wirst du mir bergen nicht, was wir bereits verspühret,
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Du liebest nichts, was dir zu lieben nicht gebühret;
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Der David zeiget schon, was aus ihm werden wird,
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Bald wird er seyn ein Held, ist er gleich schon ein Hirt.
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Der König will ihm wohl, mein Jonathan ihn liebet,
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Kein Ritter ist am Hof, der ihm nicht Zeugniß giebet,
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Daß er so kühn als schön, so tapfer und so weiß,
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Daß er von Jahren jung, von Witz vor Alter greiß.
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Wer weiß, was er jetzund im Feld vor Thaten übet,
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Wie der Philister Heer sich vor ihm flüchtig giebet,
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Wie sein die Siegeskron mit Ehren schon verlangt,
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Wie er gleich als ein Held in schönen Waffen prangt.
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Ach! sprach die andre drauf, Thalmais ich müst liegen,
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Wann ich dir läugnen wolt was ich bisher verschwiegen.
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Ach es ist nur zu wahr, daß David mir gefällt,
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Kein Mann in Jsrael, ja keinen in der Welt
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Kan ich in meinem Sinn dem edeln David gleichen,
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Er ist allein das Feur, das mein Hertz kan erweichen.
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Mein Uebermuth ist hin, bin ich des Königs Kind,
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So ist ein Hirtenknab, bey dem mein Hertze findt
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Den Thron, die Ehr, die Kron. Wie gerne wolltich weiden
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Mit ihm die Schaf, und mich als eine Hirtin kleiden,
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In meinen bunten Rock, ja meine Königszier
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Wollt ich ohn alles Leid gleich legen weg von mir.