Xi. Auß dem dritten Buch. Eben desselben wercks. An den gefangenen Dicæus

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Andreas Gryphius: Xi. Auß dem dritten Buch. Eben desselben wercks. An den gefangenen Dicæus (1650)

1
Der Mutter enger Leib hilt erstlich dich gefangen/
2
Als deine Seele ward in Fleisch vnd Bein verstrickt:
3
So bald du dieses Licht/ das süße Licht erblickt/
4
Bist du in newe Band vnd Kercker eingegangen.

5
Was ist die grosse Welt? ein Blockhauß/ da verlangen/
6
Vnd Angst vnd schwere noth mit strängen fesseln drückt/
7
Wenn vns der freye Todt/ auß diesen Ketten rückt/
8
Denn nimbt die grufft in Hafft/ die gantz erblaßten wangen.

9
Waß ist die Freyheit doch/ die nirgend wird gefunden/
10
Du bist eh’ als du bist/ vnd weil du bist gebunden/
11
Du bindest dich selb-selbst in Furcht vnd Sorgen eyn.

12
Doch! wer mit schnellem geist kan durch die Wolcken rennen/
13
Vnd stricke/ die verlust vnd hoffnung/ würckt zutrennen;
14
Kan/ ob jhn Diamant gleich bünde/ freye seyn.

(Gryphius, Andreas: Teutsche Reim-Gedichte. Frankfurt (Main), 1650.Aus: Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Textgrid, CC BY-SA 3.0.)

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Andreas Gryphius
(16161664)

* 02.10.1616 in Głogów, † 16.07.1664 in Głogów

männlich, geb. Gryphius

natürliche Todesursache | Schlaganfall

Dichter des Barock

(Aus: Wikidata.org)

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