XlII

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Georg Herwegh: XlII (1841)

1
Ich thue Jedermänniglich zu wissen,
2
Daß ich den finstern Unmut sehr bereue
3
Und mich von Herzen meines Lebens freue,
4
Daß ich erlöst von allen Kümmernissen.

5
Mein liebes Fischchen hat nun angebissen
6
Und schwört mir über alle Maßen Treue,
7
Es herzt und herzt und herzt mich stets aufs Neue,
8
Und drückt mich schmeichelnd in die Sophakissen.

9
Ich lad' Euch, meine Freunde, sämmtlich ein,
10
Mir eine frohe Stunde 'mal zu schenken;
11
Doch laßt mir dann die tolle Frage sein:

12
Wann wir uns wohl zu ehlichen gedenken?
13
So lange noch der ganze Himmel mein,
14
Will ich mich nicht auf Haus und Hof beschränken.

(Haider, Thomas: Deutsches Lyrik Korpus (DLK) v5.0, 2022. Ursprünglich von Editura GmbH & Co. KG (Digitale Bibliothek) digitalisiert, vom TextGrid-Verbund erworben und angereichert; als DLK-Ausgabe bearbeitet und kuratiert. Lizenz: Verbreitet unter der Creative Commons Attribution-ShareAlike 4.0 International Lizenz (CC BY-SA 4.0). Änderungen: Textkorrekturen, Anreicherung mit Metadaten und Textannotationen sowie Konvertierung durch Textopus.)

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Georg Herwegh
(18171875)

* 31.05.1817 in Stuttgart, † 07.04.1875 in Lichtental

männlich, geb. Herwegh

revolutionärer deutsch-schweizerischer Dichter

(Aus: Wikidata.org)

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