XxXIV. An einen Vnschuldig Leidenden

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Andreas Gryphius: XxXIV. An einen Vnschuldig Leidenden (1650)

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Ein brandt pfall vnd ein radt/ pech/ folter/ bley vnd zangen/
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Strick/ messer/ hacken/ beyll/ ein holtzstos vnd ein
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Schwerdt/
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Vnd siedent öel/ vnd bley/ ein spies/ ein glüend Pferdt/
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Sind den nicht schrecklich/ die/ was schrecklich nicht began-
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gen.

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Wer vmb die tugend leid’t/ vmb recht-thun wird gefangen
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Vnd wenn es noth sein
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Dem wird für kurtze pein vnendtlich preis beschert/
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Er wirdt den ehren Krantz der nicht verwelckt erlangen.

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Er lebt in dem er stirbt/ er steigt in dem er fält
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Er pocht was tödlich ist vnd trotzt die grosse Welt
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Vnd küst die Ewigkeit die er jhm anvertrawet.

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Hat nicht der Höchste selbst sein höchstes wunderwerck
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In dem er starb verbracht auff Salems schädelberg?
16
Der ist kein rechter Christ/ dem für dem Creutze grawet.

(Gryphius, Andreas: Teutsche Reim-Gedichte. Frankfurt (Main), 1650.Aus: Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Textgrid, CC BY-SA 3.0.)

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Andreas Gryphius
(16161664)

* 02.10.1616 in Głogów, † 16.07.1664 in Głogów

männlich, geb. Gryphius

natürliche Todesursache | Schlaganfall

Dichter des Barock

(Aus: Wikidata.org)

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