XxI. An Eugenien

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Andreas Gryphius: XxI. An Eugenien (1650)

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Schön ist ein schöner Leib den aller Lippen preisen!
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Der von nicht schlechtem Stam vñ edlen
3
Doch schöner wenn den Leib ein edle Seele zihrt
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Die einig sich nur läst die Tugend vnterweisen.

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Vielmehr wenn Weißheit noch/ nach der wir oftmals reisen
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Sie in der Wiegen lehrt/ mehr wenn sie Zucht anführt
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Vnd Heilig seyn ergetzt/ vnd Demut stets regirt.
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Mehr wenn jhr keuscher Geist nicht zagt für

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Diß schätz ich rühmens wehrt/ diß ist was diese Welt
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Die aller Schönheit
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Vnd daß man billich mag der
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Wer dieses schawen wil wird finden was er sucht

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Vnd kaum zu finden ist/ wenn er O Blum der Zucht/
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O schönste/ wenn er euch/

(Gryphius, Andreas: Teutsche Reim-Gedichte. Frankfurt (Main), 1650.Aus: Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Textgrid, CC BY-SA 3.0.)

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Andreas Gryphius
(16161664)

* 02.10.1616 in Głogów, † 16.07.1664 in Głogów

männlich, geb. Gryphius

natürliche Todesursache | Schlaganfall

Dichter des Barock

(Aus: Wikidata.org)

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