Ii. An Gott den heiligen Geist

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Andreas Gryphius: Ii. An Gott den heiligen Geist (1650)

1
Bjsher hab ich die alte kalte Welt/
2
Bisher hab
3
Bisher hat mich der harte sturm betrübet.
4
Mich der ich falschem gutte nachgestelt.

5
Kom reiner Geist/ entzünde meine kält.

6
Zureis das band das meine Seel’ vmbgiebet
7
Vergib was ich für missethat verübet/
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Vnd tröste wenn mein Hertz in schmertz verfelt.

9
O Helles licht/ erleuchte meine Nacht
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Die Nacht voll angst/ vol wehmut/ ach vnd zagen
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Erquicke mich eh' als mein Geist verschmacht.

12
O wahre lust wie daß ich trawrig bin?
13
Weil du nicht hier/ muß ich so hefftig klagen.
14
Dein beysein nimm't all' angst vñ trawren hin.

(Gryphius, Andreas: Teutsche Reim-Gedichte. Frankfurt (Main), 1650.Aus: Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Textgrid, CC BY-SA 3.0.)

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Andreas Gryphius
(16161664)

* 02.10.1616 in Głogów, † 16.07.1664 in Głogów

männlich, geb. Gryphius

natürliche Todesursache | Schlaganfall

Dichter des Barock

(Aus: Wikidata.org)

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