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Ey sehet! seht doch dort üm GOTTES Willen
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Die güldne Gluht, den rosenfarbnen Glantz,
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Die dort des Waldes Nacht und grüne Schatten, gantz
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Mit einer himmlischen nicht irdschen Schönheit füllen!
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Hat wol ein Menschlich Aug’ ein holders Licht erblickt,
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Was schöners je gesehn? es dringt mir in die Seele
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Dies helle Freuden-Feu’r: sie wird fast als entzückt
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Und fühlet, wie mit ihr ein etwas sich vermähle,
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Das überirdisch ist. Sie senckt in diesen Schein,
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Dem Urquell dieses Lichts, dem grossen All zu Ehren,
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Sich, als ein Opffer, selbst hinein.
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Ach mögte diese reine Gluht,
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Das, was an ihr nicht gut,
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Verbrennen und verzehren,
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Damit, wenn das, so bös’ an ihr, verginge;
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Sie Dir, o Schöpfer aller Dinge,
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Mögt ein gefälligs Opfer seyn!
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Wenn Moses einen Busch, der brannt’ und nicht verbrannte,
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In heilger Ehrfurcht sah; so stellt sich mir
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Die Gluht, so diesen Busch erfüll’t,
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Mich deucht, ich könn’ hier, in des Himmels-Gluht,
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Das Licht, so alles schafft und ewig Wunder thut,
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Durch welches alles schön, was schön,
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Den Schöpfer im Geschöpfe sehn.
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Ach laß mich denn, o HERR, von Deinem Ruhm
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Laß mich dieß Sonnen-Licht auch andern würdig zeigen!
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So sonst ein dunckler Aufenthalt,
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Der Lichtscheu-grün- und falben Schatten,
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Mit einer hellen Gluht, mit einem güldnen Glantz
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Verwunderlich erfüllt. Es scheinen sich zu gatten
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Der Glantz von Gold, Schmaragd und von Rubin.
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Man glaubt ein grünes Feur, wodurch die Lüffte glüh’n,
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Bald einen güldnen Wald zu sehen.
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Aus Hölen, welche grün und klein,
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Dringt, schimmert, funckelt, strahlt und bricht,
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Von einem Glantz, der groß und allgemein,
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Bald hier bald dort ein klein-getheilter Schein,
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Ein kleines blitzend Licht,
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Fast einer kleinen Sonne gleich,
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Aus deren klein-doch hellen Ründe,
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Als einem Mittel-Punct, viel tausend Strahlen schiessen,
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Denn uns die Dunckelheit des Baumes deutlich zeiget,
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Wie ihre bunte Meng von innen auswerts steiget,
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Und wie ein Meer von Licht sich rings in Creiß ergiesset.
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Ein über Wunder schöner Crantz,
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Von Millionen bunten Spitzen,
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Die all’, in stetiger Bewegung, feurig blitzen,
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Umgiebt auf einer jeden Stelle,
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Des kleinen Lichtes helle Quelle,
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Die das Gesicht, durchs dunckel-grün gestärckt,
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Auf ihrem duncklen Grund bemerckt.
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Indem ich hier bewundernd stehe,
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Und fast erstaunt, für süsser Freude,
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An dieser Schauspiels-Lust mein Auge weide,
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Und durch den grünen Busch viel Sonnen-Bilder sehe;
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Fällt, bey dem mannigfach-getheilten Schein,
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Die ungezählte Meng’ und Zahl der Sterne,
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In jener dunckel-blauen Ferne
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Des tieffen Firmaments, mir ein:
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Und auch zugleich dabey, was ich einmahl
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Von einem allgemeinen Strahl
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Der Lebens-Gluht, die GOTTES heil’gen Thron
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Vermuhtlich deckt, umgiebet und erfüllet,
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Und deren gantze Macht und Klarheit, Glantz und Brennen,
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Weil sie die Creatur nicht hätt’ ertragen können,
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Er durch das Firmament verdecket und verhüllet,
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Und nur an unterschiednen Orten,
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Als des gemilderten und sanfften Lichtes Pforten,
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Sie den Geschöpffen mitzutheilen,
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Schon eins gedacht, besungen und geschrieben,
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Und zwar mit diesen Worten:
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Da sie denn in stiller Freuden,
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Von dem Vorurtheil der Welt,
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Allgemählig sucht zu scheiden,
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Und nicht für unmöglich hält,
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Daß die wunderbare Stelle,
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Dieser Lichts- und Lebens-Quelle,
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Und desselben Wunder-Schein
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Schon was Göttlichs könne seyn;
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Spräche man hiewieder: nimmer!
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Dieß ist fälschlich offenbar.
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Denn, wie herrlich gleich ihr Schimmer,
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Wie belebend, hell und klar;
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Hat dennoch derselben Gläntzen
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Endlich Masse, Ziel und Grentzen,
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Da wir (wie du must gestehn)
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Jhres Cörpers Grentzen sehn;
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Können wir den Sinnen trauen,
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Die nicht unbetrieglich seyn?
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Können wir mit Recht wol bauen
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Auf den blossen Augen-Schein,
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Der uns fälschlich hintergehet?
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Deucht uns nicht, die Erde stehet?
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Da doch bloß der Sonnen Gluht,
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Und die Erde nimmer, ruht.
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Recht, wie wenn ein helles Zimmer,
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Welches man mit Boy bedeckt,
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Alsbald einen schnellen Schimmer,
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Durch die klein’ste Oeffnung streckt,
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Und man glaubte, diese Stelle
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Sey allein des Lichtes Qvelle,
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Jrr’te man sich dennoch sehr,
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Weil’s die Gluht des Zimmers wär.
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Also daß man an dem Orte,
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Wo der Glantz der Sonne glüh’t,
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Gleichsam, als durch eine Pforte,
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Einen Punct des Licht’s nur sieht,
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Das unendlich, unzertrennlich,
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Undurchdringlich, unverbrennlich
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Um den Thron des Schöpfers flammt,
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Woraus alles alles stamm’t.
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Weil aber dazumahl ein Zweifel übrig blieben,
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Woraus des Vorhangs Gleichniß mich
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Nicht gantz zu ziehn vermocht, indem ein Unterscheid
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Der Weite vieler Sterne sich
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Durch selbes nicht erklären ließ;
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So freut’ ich mich, daß dies Gebüsche hier
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Auch dieses Zweifels Ausgang wieß:
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Indem von einem Baum die grüne Tieffe mir
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Ein Bild der unterschiednen Dicke,
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Vom blauen Firmament recht deutlich zeigete.
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Vermuhtlich ist die Dichtigkeit der Feste,
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Die GOTT zu unserm Heil zusammen presste,
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Von unterschiedner Dick’ und unterschiedner Höh’.
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Es wird in meiner Seelen helle,
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Wenn ich mir hinter dieser Decke
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Ein Meer von Licht vor Augen stelle,
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Das gantz unendlich, unzertrennlich,
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Das undurchdringlich, unverbrennlich,
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Um GOttes heil’gen Thron, in solcher Klarheit flammet,
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Das durch so reiner Strahlen Schein,
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Der aus des Schöpffers Einfluß quillet,
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Und aller Himmel Himmel füllet,
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So gar die Geister sichtbar seyn.
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Ein solch unendlich Strahlen-Heer,
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Solch unergründlich Flammen-Meer,
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Voll Freude, Fruchtbarkeit und Leben,
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Womit des Höchsten Thron umgeben,
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Formirt im Innern meiner Seelen,
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So gantz dadurch erheitert und erfüllt,
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Das allerwürdigste und grösste Bild,
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Von GOTTES heiliger und grosser Majestät,
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Die aller Creatur Begriff weit übergeht.
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Denn in des Lichtes Krafft, Glantz, Wirckung und Figur,
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Scheint die so geist- als leibliche Natur,
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Wenn wir dieselbige erwegen und ergründen,
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Erhaltung, Labsal, Lust, ja Leben selbst zu finden.
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Es ist auf Erden nichts,
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Was edler, herrlicher und köstlicher zu schätzen,
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Woran ein Mensch sich kan ergötzen,
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Als an die Herrlichkeit des Lichts.
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Ob man vielleicht auch etwan dencken könnte,
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Als wär es dennoch nicht gewiß,
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Daß um des Schöpffers Thron ein solches Feuer brennte:
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So übertrifft das Licht jedoch die Finsterniß.
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Die Heil’ge Schrifft bezeugt selbst offenbar,
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Daß unsre Meinung war,
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Und zeiget ihren Beyfall an,
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Wenn sie mit klaren Worten spricht:
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Es wohnet GOTT in einem Licht,
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Zu welchem niemand kommen kann.