Xi. Tibi sacrificabo hostiam laudis

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Andreas Gryphius: Xi. Tibi sacrificabo hostiam laudis (1650)

1
Avff meine Seel! auff! reiß mit macht entzwey
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Das feste netz/ mit dem dich grimme schmertzen
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Vnd harte noth/ vnd angst die pest der hertzen
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Bißher verstrickt/ wir wollen sorgenfrey
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Vnd kummer - loß des höchsten güt erheben
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Der siechen heilt/ vnd leichen heisset leben.

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2. Wo find’ ich wort? ach GOtt! wo fang’ ich an/
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Zu zehlen was mir deine trew will gönnen;
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Was kein verstand je hat begreiffen können
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Wie sprech’ ich auß/ was niemand zehlen kan/
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Kein
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Den weisen rath/ der grossen Armen stärcke.

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3.
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Recht streichen außeder klugen geister scharen
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Die vmb dich her voll heisser andacht fahren
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Sind hier zu schlecht die gunst wirdt stündlich new/
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Durch die du dir den kreiß der Welt verbunden/
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Der auff dein wort sich in den stand gefunden.

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4.
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Da ich nicht war/ durch die du mich erkohren
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Eh’ alß ich wardt/ die alß ich war verlohren
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Durch Adams schuldt/ mich dir hat wiederbracht;
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Die mich so wehrt/ da ich nichts wehrt/ geschätzet/
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Daß sie dein Kindt für mich in todt versetzet.

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5. Auß wie viel weh/ auß wie viel herbem leidt/
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Hastu bißher mich wunderlich geführet?
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Wie offt hat mich der blasse todt berühret?
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Wie offt fiel ich in grundt der trawrigkeit?
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Wie offt hat mich der rawe schmertz gefangen?
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Wie offt bin ich im elendt schier vergangen

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6. Ich bin dur
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Durch schweren raub/ durch schnelle pestilentzen/
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Durch/ was noch jtzt so brennt in vnser grentzen/

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Ich bin durch sturm/ der S
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Durch hohen neidt/ durch grim̃e
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Durch list gerückt. Doch HErr/ mir ists gelungen!

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7. Weil du mir stets gebotten deine Handt/
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Hab ich die offt mit schrecken sehn vergehen/
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Die mir vnd dir HERR wolten wiederstehen/
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Du hast mein ach/ vnd jhren trotz gewandt:
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Drumb will ich/ weil ich werd’ ein ader rühren
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Dein wehrtes lob in meinem munde führen.

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8. Du hast mir mehr alß jemals ich begehrt
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O guter
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Offt eh ich noch die Hände wolt erheben;
46
War diesem
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Drumb will ich/ weil ich werd ein Ader rühren:
48
Dein wehrtes lob in meinem munde führen.

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9. HERR fahre fort zeuch doch die milde handt
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Nicht von mir ab! laß alle Menschen schawen
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An mir/ wie gut es sey/ auff dich vertrawen.
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Wenn schon sich raht/ vnd hülff vnd trost verwandt/
53
So will i
54
Dein

(Gryphius, Andreas: Teutsche Reim-Gedichte. Frankfurt (Main), 1650.Aus: Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Textgrid, CC BY-SA 3.0.)

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Andreas Gryphius
(16161664)

* 02.10.1616 in Głogów, † 16.07.1664 in Głogów

männlich, geb. Gryphius

natürliche Todesursache | Schlaganfall

Dichter des Barock

(Aus: Wikidata.org)

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