ViII. PSALMUS CXX

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Andreas Gryphius: ViII. PSALMUS CXX (1650)

1
So offt der grimme schmertz/
2
So offt der herbe schertz/
3
So offt sich auff mein hertz
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Vnd Seel der bleiche Todt verschworen:
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Wenn aller trost verschwand:
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Hab ich Hertz/ Aug vnd hand
7
Zu GOtt/ der helffer heist/ gewendet?
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Die seufftzer die ich jhm gesendet/
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Die stiegen jhm zu beiden ohren.

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2. Mein seufftzen/ meine bitt’
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Erweichte sein gemütt/
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Daß er der Brunn der gütt/
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Vom Himmel auff mein elend sahe.
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Es sahe meinen schmertz
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Sein ewigtrewes hertz/
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Er zog mich aus der wehmüt stricken.
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Ja wenn ich wolt' in angst ersticken:
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War er mit seinem beystandt nahe.

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3. HERR der du mich erhört/
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Wenn dich mein Geist geehrt.
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Wie das mich jtzt versehrt/
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Der Natterzungen tolles zischen?
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Soll mich denn jede stundt/
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Der falschen läster mundt
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Das lügen-reiche maul verletzen?
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Mein GOtt! wenn wirstu mich ergetzen
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Vnd diese threnen mir abwischen?

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4. Mag was mit dieser pein/
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Wol zuvergleichen seyn?
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Sie rennt durch marck vnd bein/
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Als wenn ein Pfeil vom bogen fehret.
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Wie wenn die lichte macht
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Der donnerflamm’ erkracht/
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Vnd die Wacholder streu
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Das eilendt ast vnd Laub verschwindet/
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Vnd strump/ vnd wurtzel gantz verzehret.

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5. A
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In das du mich verbannt/
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Da als dein grim’ entbrandt
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Mein Heilandt länger no
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O führe mich von hier:
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HeRR soll ich für vnd für
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Bey Mesech vnd bey Kedar sitzen!
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Was kan dir
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Ach

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6
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In frembder dinstbarkeit/
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In wehmut/ ach vnd leidt/
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Biß auff den augenblick verschwendet/
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Ich sehne mich nach ruh/
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Sie richten hader zu
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Kom führe
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Nur kan zu deinem dinst hingeben/
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Biß meine Bilgramschafft vollendet.

(Gryphius, Andreas: Teutsche Reim-Gedichte. Frankfurt (Main), 1650.Aus: Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Textgrid, CC BY-SA 3.0.)

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Andreas Gryphius
(16161664)

* 02.10.1616 in Głogów, † 16.07.1664 in Głogów

männlich, geb. Gryphius

natürliche Todesursache | Schlaganfall

Dichter des Barock

(Aus: Wikidata.org)

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