21. Freiheit in der Liebe

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Johann Gottfried Herder: 21. Freiheit in der Liebe (1773)

1
Was zwingt mich auf der Welt mich also hinzugeben?
2
Ists wohl der Rede werth, gefangen müssen leben?
3
Ein Vogel wünschet ihm in freier Luft zu seyn,
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Und sperret man ihn gleich in Gold und Silber ein.

5
Jetzt lieb' ich was ich will, jetzt will ich was ich liebe,
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Und weiß, daß nichts entgeht, was ich zur Zeit verschiebe.
7
Aus Tage mach ich Nacht, und aus der Nacht den Tag,
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Und prange, daß ich selbst mein Herr und Knecht seyn mag.

9
Weg, weg du Dienstbarkeit, bei der nichts ist zu finden,
10
Als Gut da Mangel ist, als Was, das bald kann[n] schwinden,
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Als Haß, mit Gunst vermengt, als Lust, die Unlust bringt,
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Als Arbeit bei der Ruh, als Freiheit die mich zwingt.

13
Doch, Venus, deren Lob ich oftmals ausgebreitet,
14
Ist mir ein Stamm allein an Waldesstatt bereitet;
15
So füge mir hinfort Sinn, Will und Augen bei,
16
Recht zu ersehn den Baum, der meiner würdig sey.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Johann Gottfried Herder
(17441803)

* 25.08.1744 in Mohrungen, † 18.12.1803 in Weimar

männlich, geb. Herder

deutscher Schriftsteller, Übersetzer, Theologe und Philosoph

(Aus: Wikidata.org)

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