An die Wiege meiner Schwester

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Johann Gottfried Herder: An die Wiege meiner Schwester (1765)

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Mein erster Palast, Du der jüngsten Thränen
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Geerbter liebster Trost,
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Wo ich, wenn Sybars auch auf Rosen gähnen,
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Sanft wie die Unschuld schlief und meine zweite Kost,

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Den Schlaf, wie Muttermilch einsaugen lernte,
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Wo ich mein Jetzt genaß,
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Mich selbst im Traum empfand und das Entfernte
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So leicht als Tugend ihren Feind vergaß.

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Zu Dir entflieh' ich, weiser Thorheit müde;
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Denn, Wiege, heut empfing
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Dein Schooß einst Die (o jedem Heut sei Friede!),
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Mit der ich einst an

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An
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Von
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Für die ich ewig brenne, der der Bogen
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Des Opferrauchs sich wölbt, für die nach Tempens Art

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Ich heut, o Wiege, Dich mit Liedern kränze,
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Daß Deine Unschuldsruh,
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Ihr Jugendschmuck, sie siebenfach umglänze,
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Als Grazie verklär' und segne; daß auch Du

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Oft Tänze um Dich sehst, Dir Lieder schallen,
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Die meine Seele fühlt,
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Die Jovah hört, den Eltern Wohlgefallen,
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Und sie, sie selbst, den Schwestern wiederspielt.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Johann Gottfried Herder
(17441803)

* 25.08.1744 in Mohrungen, † 18.12.1803 in Weimar

männlich, geb. Herder

deutscher Schriftsteller, Übersetzer, Theologe und Philosoph

(Aus: Wikidata.org)

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