Daß er die Bande brach und aus den kalten Schatten

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Johann Gottfried Herder: Daß er die Bande brach und aus den kalten Schatten Titel entspricht 1. Vers(1777)

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Daß er die Bande brach und aus den kalten Schatten
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Der Finsterniß, ein Morgenstern,
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Hervorging, Allen, die in Nacht geseufzet hatten,
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Ein süßes Licht vom Herrn:

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Mein Geist, deß freue Dich! und freue sich, wer liebet
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Der hohen Mittagssonne Pracht,
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Freu' sich des Morgensterns! und wer ihn trübet,
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Weich' in die alte Nacht!

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Gott kam, und Wolken unter seinen Füßen
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Zerrannen, weite Sündfluth goß
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Hinweg den alten Staub, und als die Wolken rissen
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Und weite Sündfluth floß –

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Noch dämmert's tief. Der Griechen schöne Pfade,
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So hell, so eben, lagen da
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Vergangen. Alles schaut' auf düstre, krumme Pfade,
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Dem düstern Orkus nah.

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An Licht, an freiem Blick gebrach's! Im Staube
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Lag noch das heil'ge Morgenland,
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Jehovah's altes Wort, der Wahrheit Quell, zum Raube
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Des Unsinns, unerkannt

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Und unverstanden. Da ging auf aus Hainen,
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O Suevien, Dein Morgenstern!
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Und leuchtete so schön, so thauicht, wie im reinen
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Urglanz der Welt, von fern.

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Ein Vater neuer Zeit, die ihm an Seele
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Und Mund und Antlitz, an der Hand
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Geweihten Zügen hing, er hob sie aus der Höhle
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Dort in sein Morgenland.

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Wohl ist mir's, wohl an Dir, o Vater! führest
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So fern uns und so milde fort
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In innres, tiefes Gottgeheimniß und regierest
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Uns mit dem

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Wolauf, wolauf, mein Lied! Erwach und schalle
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Dem Sieger seiner Sieger, ihm,
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Der mit Verlassnen auszog und im Wunderhalle
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Vollendete,

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Sie kamen (Höllenfackeln in den Händen),
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Der unterdrückten Jüdenschaar
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Die Bücher wegzuglühn und mit den Höllenbränden
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Zu prangen vorm Altar.

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Und Kaisers Wort ging aus. Die alten Schatten
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In weiser Jüden Heiligthum
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Erbebten dem Gericht: »Wer wird uns, wer erstatten,
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Wer retten unsern Ruhm?«

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Da zog er aus und stritt und drang zum Kaiser.
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Und Wespen-, Schlangen-Ungestüm
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Lag auf ihm. Er erstand's! und sieget' einmal. Kaiser,
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Du kannst nicht helfen ihm!

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Der Wespenschwarm erbraust. Die Schaar der Schlangen
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Verstopft ihr Ohr dem Zauberwort
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Des Rufers. Sickingen, Du rufst umsonst! Sie hangen
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Nur an dem Edeln dort,

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Anspeien ihn mit Giftstrom; all sein Leben
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Erkranket, siechet fort und fort.
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Erstirbt er? Nein! auf ihm liegt Siegel Gottes! Beben
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Geht aus vom

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Er ruft nach Rom zum dritten Mal. Sie blitzen
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Voran und werfen siegerisch
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Schon ihre Kronen auf. »Wer soll in Rom Dich schützen?«
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Und züngeln, stechen frisch.

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Und nun genug! Er steht! die Schlangen funkeln
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Auf seinem Haupte, Kronen nun!
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Neu glänzt der Morgenstern nach schwerem Kampf im Dunkeln
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Und ruht und kann nun ruhn.

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Sein sind die Edeln. Alle Edeln waren
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Mit ihm im Kampf geheim und treu.
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Wolan, wolan, mein Lied! nenn ihre treuen Schaaren,
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Daß rings ihr Name sei!

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Held Hutten ging voran und blitzt' im Feuer
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Und geht voran itzt und singt froh:
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»mein Deutschland! Kennst Du Dich, sind Dir die Deinen theuer,
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So singe mit, Jo!«

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Und Sickingen und Busch und Bilibald und Alle,
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Benignus und Graf Nuenar,
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Selbst Maximilian frohlockt zum Jubelschalle.
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Auch Du bist in der Schaar,

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Erasmus? und vergöttest itzt? Und bliebest
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So still einst, überlegtest Dir!
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Und sondertest Dich aus, weil Du den
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Und warst nicht mit uns hier.

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Und liebst nicht Jüdengrillen, bliebst, zu lauschen
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Dem Blöken Deiner Heerde zart
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Und wie? nun bebst Du nicht und kommst, da Jubelrauschen
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Es allweg offenbart.

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Sieh auf! blick auf! dort geben andre Seelen
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Ihr Leben reichlich in den Tod
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Und stehn auf Feldeshöh und blicken nicht aus Höhlen
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Ins stille Morgenroth.

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Die Fürsten sind im Kampf. Da kommt und segnet
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Den Greis Reuchlin, den Gottesmann,
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Der's aushielt, Luther, und geht fürder und begegnet
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(wer, der ihm ob sein kann?)

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Noch tiefrer Mitternacht. Und an ihm glänzet
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Sein Streitgenoß, ein Zwillingsstern,
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Melanchthon, den Reuchlin ihm gab. Zwar Castor grenzet
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An Halbgott Pollux fern

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Und sterblich nur; doch Brüder, theilen Beide
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Sich Tag um Tag nun Ewigkeit;
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Und alle Sterne sind in lauten Kampfes Freude
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Und siegen weit und breit;

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Und Himmelsbäche fließen, wälzen prächtig,
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Von Weisheit stark, die Leichen fort.
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Tritt auf die Starken, Geist des Liedes, die so mächtig
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Da liegen hie und dort!

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Die Rosse strauchelten am Siegeswagen
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Und wandten sich; sie jagt die Schaar,
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Sie jagt sich selbst. Ihm Fluch, der konnte für uns zagen,
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Mit Gott und uns nicht war!

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Und Heil ihm, der voranging, fremder Sache
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Erkämpfend schon all
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Sie gierten Jüdengold, die Bücherbrenner. Rache
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Dem Thier in Goldesdampf!

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Hoogstraten, Rache Dir! Du gierst? Zum Lohne
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Wird Dir statt Goldes Blei; das faßt
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Des frömmsten Mannes Hand und drückt's Dir auf zur Krone;
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Da krümmt' er sich, erblaßt,

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Der Ketzerheld, zu Boden. »Wie? sein Wagen
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Verzeucht noch stets? Es weilet lang'
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In Rom sein Siegesräderrasseln!« So mit Zagen
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Sah Mutter Köln und bang

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Nach ihrem Sohn zum Fenster. »Er theilt Beute,«
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Sprach Vater Ortuin; »den Raub
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Der Jüden bringt er uns und unsern Dirnen heute
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Und trat sie längst in Staub!«

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So müssen sie vergehn, die Wahrheitwonne
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Vertauschen mit der Lüge Nacht;
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Und wer Dich liebet, Herr, sei, wie die helle Sonne
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Aufgeht in ihrer Macht!

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Johann Gottfried Herder
(17441803)

* 25.08.1744 in Mohrungen, † 18.12.1803 in Weimar

männlich, geb. Herder

deutscher Schriftsteller, Übersetzer, Theologe und Philosoph

(Aus: Wikidata.org)

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