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Zum guten neuen Jahr, wo nehm' ich her
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Den Blumenkranz, den ich, mit frommen Wunsch,
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Zum Weihgeschenk den Eltern wind'? Es starrt
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Der Winter, jedes Sprößlings Haupt ist welk,
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Und eisern ist der Erde Mutterschooß –
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Doch warm glüht dieses Herz! ach, ihm entsprießt
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Der Blümlein manches, doch verborgen blüht's
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Und duftet's hier – ich ging und sann und sann,
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Da öffnete mein Blick sich und ich sah
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Der Musen Gärten, reich im schönsten Schmuck
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Des unverblühten Lenzes – Freundlich ist
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Und leicht geschürzt Thalia, eilend trat
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Sie vor, ergriff die Hand mir, lispelte
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Mir leise zu: »Du gutes Mädchen schweig',
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Ich weiß schon dein Begehren; sehn sie dich,
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Die Schwestern, o dann dränget sich hervor
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Calliope, ja Melpomene zuckt
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Wol gar auf mich den Dolch, Urania
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Schwebt dann herzu, und geltend ist ihr Recht,
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Sie, die verschwisterte mit Ihr, mit Ihr,
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Auf der in Lieb' und Wünschen immer ruht
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Ach, unser Aller Auge – Ina nimm
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Des ganzen Körbchens Fülle, winde Strauß
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Und flechte Kränze; jedes Blümchen blüh'
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Ein schöner Segen! Deiner Eltern Heerd
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Ist unser Heiligthum. Geh' – doch noch Eins:
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Verkennt mich dort nicht! Meine Larve birgt
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Der Rührung Zähren oft und im Gewand
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Des Lächelns bebt, der wahren Freude Freund,
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Der Ernst, auf meiner Lippe. – Schallet nicht
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Mit heller Saite, wie mit tiefem Ton
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Apollons Leyer? Einer, Einer nur
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Ist unser Musenreigen! – Hüpfe du
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Nun heim, und opfre töchterlich Gelübd'
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Und Wünsche; wäre nicht den Sterblichen
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Das Ohr verschlossen, o so hörtet ihr
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Auch unsers Chores Stimme sich in Wunsch
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Erheben für das beste Menschenpaar.« –
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So sprach die Muse, ach, mir schlägt das Herz,
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Die Stimm' entfliehet, deutet was mein Blick
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Und was mein klopfend Herz euch sagt, und nicht
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Euch sagen kann. Nehmt Willen statt der That!