Uns würdigte einst eurer Weisheit Wille

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Friedrich Hölderlin: Uns würdigte einst eurer Weisheit Wille Titel entspricht 1. Vers(1784)

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Uns würdigte einst eurer Weisheit Wille,
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Der Kirche Dienst auch uns zu weihn,
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Wer, Brüder, säumt, daß er die Schuld des Danks erfülle,
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Die wir uns solcher Gnade freun?

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Froh eilt der Wanderer, durch dunkle Wälder,
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Durch Wüsten, die von Hitze glühn,
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Erblickt er nur von fern des Lands beglückte Felder,
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Wo Ruh und Friede blühn.

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So können wir die frohe Bahn durcheilen,
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Weil schon das hohe Ziel uns lacht
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Und der Bestimmung Sporn, ein Feind von trägen Weilen,
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Uns froh und emsig macht.

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Ja, dieses Glück, das, große Mäcenaten,
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Ihr schenkt, soll nie ein träger Sinn
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Bei uns verdunkeln, nein! verehren Fleiß und Taten,
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Und Tugend immerhin.

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Euch aber kröne Ruhm und hohe Ehre,
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Die dem Verdienste stets gebührt,
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Und jeder künftge Tag erhöhe und vermehre
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Den Glanz, der euch schon ziert.

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Und was ist wohl für euch die schönste Krone?
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Der Kirche und des Staates Wohl,
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Stets eurer Sorgen Ziel. Wohlan, der Himmel lohne
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Euch stets mit ihrem Wohl.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Friedrich Hölderlin
(17701843)

* 20.03.1770 in Lauffen am Neckar, † 07.06.1843 in Tübingen

männlich, geb. Q114498136

deutscher Lyriker (1770-1843)

(Aus: Wikidata.org)

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