Mein trauter Michel ist so gut

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Christian Friedrich Daniel Schubart: Mein trauter Michel ist so gut Titel entspricht 1. Vers(1782)

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Mein trauter Michel ist so gut,
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So gut wie er gibt's keinen;
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Wenn ihn mein Auge sehen thut,
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So möcht's vor Freuden weinen.

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Kein Apfel ist so roth und rund
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Wie sein Gesicht und Wangen;
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Wie Rosenblätter ist sein Mund,
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Dran Honigtropfen hangen.

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Die Aeugelein sind rund und scharf
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Als wie Rebhühneraugen;
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Sie könnten, wenn man's sagen darf,
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Des Nachts für Sternlein taugen.

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Wer ist so flink, und rasch wie er,
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Im Tanzen, Werfen, Springen;
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Wer kann im Dorfe trefflicher
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Zum Dudelsacke singen?

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Wer ist so launig, so voll Scherz
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Beim Flegel und der Sichel;
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Und wer hat ein so gutes Herz,
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Als wie mein lieber Michel?

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Denkt nur, er ist erst achtzehn Jahr;
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Man sieht's an seinem Kinne,
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Am schlanken Wuchs, am weichen Haar,
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Und an der hellen Miene.

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Weiß wohl, es gibt der Mädels mehr,
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Die meinen Michel lieben;
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Drum fällt's mir armen Mädel schwer,
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Die Hochzeit zu verschieben.

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Noch heute werd' ich seine Frau,
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So wahr ich Lisel heiße!
31
Daß nicht ein andres Mädchen schlau
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Den Michel mir entreiße.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Christian Friedrich Daniel Schubart
(17391791)

* 24.03.1739 in Obersontheim, † 10.10.1791 in Stuttgart

männlich, geb. Schubart

deutscher Dichter, Musiker, Komponist und Journalist

(Aus: Wikidata.org)

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