An Fr

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Christian Friedrich Daniel Schubart: An Fr (1785)

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Wenn aus deinen sanften Blicken
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Wonne für mein Herze fließt,
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Und dein holder Mund Entzücken
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In mein Innerstes ergießt:
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O so tadle nicht die Triebe,
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Die dein Reiz in mir erregt;
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Du verachtest sonst die Liebe,
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Die sich schwer zu rächen pflegt.

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Lange streitet in der Stille
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Die Vernunft und Leidenschaft:
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Seh' ich dich, so wird mein Wille
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Und mein Vorsatz hingerafft.
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O dies Zweifeln, dies Bemühen
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Raubt mir alle meine Ruh'.
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Soll ich hoffen, soll ich fliehen –
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Wenn ich liebe, lieb' auch du!

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Liebe mich, du wirst empfinden
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Wie durch Zärtlichkeit und Treu',
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Wenn zwei Seelen sich verbinden,
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Himmlisch süß die Liebe sei.
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O da wird uns manche Stunde
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Unter Kuß und Druck entfliehn,
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Wenn wir Beide Mund auf Munde
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Neues Feu'r zur Liebe ziehn.

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Ha, ich les' in deinen Zügen,
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Daß dein Herz gewonnen ist.
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Unaussprechliches Vergnügen,
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Da du nun die Meine bist!
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Böt' ein König seine Krone
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Mir statt deiner Liebe an;
31
Wählt' ich dich statt seinem Throne,
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Der nicht so beglücken kann.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Christian Friedrich Daniel Schubart
(17391791)

* 24.03.1739 in Obersontheim, † 10.10.1791 in Stuttgart

männlich, geb. Schubart

deutscher Dichter, Musiker, Komponist und Journalist

(Aus: Wikidata.org)

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