Am Reginatage

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Christian Friedrich Daniel Schubart: Am Reginatage (1782)

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Regina, sieh, vom Himmel schaut
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Dein Tag, geschmückt, wie eine Braut;
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So lächelnd, wie der Frühling ist,
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Wenn Flora seine Wangen küßt.

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Und ich, Regina, flieg' zu dir,
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Und lisple dir am Goldklavier
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Die Wünsche meines Herzens zu,
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Und freudeweinend singst sie du.

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Als dich die Mutter einst gebar,
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Trat zu der Wiege unsichtbar
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Dein Genius im Lichtgewand
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Und drückte dir die kleine Hand.

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Dann sprach er: Holdes Schwesterlein,
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Regina soll dein Name sein.
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Doch siehst du einst im Himmel mich,
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So nenn' ich Serafina dich.

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Gott gab dir geistiges Gefühl,
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Und Menschensang und Flügelspiel,
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Und, trautes Mädchen! mehr, als dies,
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Ein Herz, gemacht für's Paradies.

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O, daß die faule Sinnlichkeit
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Nie diese reine Seel' entweiht,
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Und daß, gewiegt von Gotteshuld,
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Dein Herz beflecke keine Schuld!

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Daß Lieb' und Freundschaft dich erfüll',
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Daß dich der Unschuld Seide hüll'!
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Daß alle deine Freude rein,
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Selbst deine Wünsche heilig sein!

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Gott gab mich dir zum Genius,
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Regina, nimm den Bruderkuß
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Und walle stets an meiner Hand!
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So sprach der Engel und verschwand.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Christian Friedrich Daniel Schubart
(17391791)

* 24.03.1739 in Obersontheim, † 10.10.1791 in Stuttgart

männlich, geb. Schubart

deutscher Dichter, Musiker, Komponist und Journalist

(Aus: Wikidata.org)

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