Schlittenlied

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Christian Friedrich Daniel Schubart: Schlittenlied (1776)

1
Schon wiehert der Schimmel
2
Sein muthig Geschrei;
3
Er stampft; denn es glitten
4
Geflügelte Schlitten
5
Am Stalle vorbei.

6
Was wichsest du Kutscher
7
Den Schnurrbart? – Spann' an!
8
Und schirre den Schimmel;
9
Denn schön ist der Himmel
10
Und prächtig die Bahn.

11
Hop! heisa! Wie fliegt schon
12
Der Schlitten dahin!
13
In sausender Eile
14
Wie zischende Pfeile,
15
So fliegt er dahin.

16
Schon hängt an der Mähne
17
Ein silberner Duft;
18
Der Himmel ist heiter,
19
Die Seele wird weiter
20
Und schwimmt in der Luft.

21
Harmonische Glocken
22
Ertönen wie schön!
23
Welch himmlische Klänge,
24
Wie Vogelgesänge,
25
Wie Flötengetön!

26
Es schüttelt der Schimmel
27
Der Schellen Musik;
28
Kling, ling, ling, wir lassen
29
Geglättete Straßen
30
Im Fluge zurück.

31
Dort zittert im Froste
32
Ein weibischer Thor,
33
Ein menschliches Häschen,
34
Der's weidliche Näschen
35
Beinahe verlor.

36
Doch laßt es dort zittern,
37
Das Männchen von Brei!
38
Es klatsche die Peitsche,
39
Wir rollen als Deutsche
40
Im Fluge vorbei.

41
Schon sprudelt die Flasche
42
Vom rheinischen Most;
43
Trinkt, fröhliche Brüder,
44
Wein, Mädchen und Lieder
45
Verjagen den Frost.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Christian Friedrich Daniel Schubart
(17391791)

* 24.03.1739 in Obersontheim, † 10.10.1791 in Stuttgart

männlich, geb. Schubart

deutscher Dichter, Musiker, Komponist und Journalist

(Aus: Wikidata.org)

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