An Kronos

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Christian Friedrich Daniel Schubart: An Kronos (1775)

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Wie die Engel durch die Himmel fliegen,
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Fliegst du,
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Um die Stirne flattert wonniglich Vergnügen;
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Deine locken thauen süßen Duft.

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Weile,
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Wohlgerüche schickt dir die Natur.
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Deiner Kinder buntes, schwärmendes Gewimmel
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Sonnt und wälzt sich auf der jungen Flur.

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Nachtigallen mit der sanften Seele
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Flöten dir ein Frühlingsliedchen für!
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Schwalben zwitschern mit der kleinen Kehle!
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Braune Lerchen hangen über dir!

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Milch, wie Nektar, spritzt für dich das volle
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Euter ins krystallne Glas hinein:
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Weile doch, o
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Weiß gewaschen, soll dein Lager sein.

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Deinen Schlummer fördern Schäferlieder,
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Und das Murmeln der wohlthät'gen Blau;
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Maienblüthen tanzen auf dich nieder,
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Und ein Mädchen blühend wie die Au'

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Beißt ins Fingerchen, und auf den Zehen
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Schleicht sie hin zu dir und bücket sich,
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Um den großen Schlummernden zu sehen,
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Mit dem Silberbarte! – Ha, sie küsset dich!

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Weile,
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Zeig uns doch dein wonnesam Gesicht!
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Doch du eilst in Frühlingsduft vorüber,
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Wie in Stürmen, und du weilest nicht!

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Ach, so nimm mich mit auf deinen Wagen,
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Nimm mein Mädchen mit; denn ohne sie
31
Fänd' ich dort in ew'gen Sommertagen
32
Meinen Frühling, meinen Himmel nie!

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Christian Friedrich Daniel Schubart
(17391791)

* 24.03.1739 in Obersontheim, † 10.10.1791 in Stuttgart

männlich, geb. Schubart

deutscher Dichter, Musiker, Komponist und Journalist

(Aus: Wikidata.org)

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