Nach dem Genuß des heiligen Abendmahls

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Christian Friedrich Daniel Schubart: Nach dem Genuß des heiligen Abendmahls (1782)

1
Wie leicht und wohl ist mir um's Herz!
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Ach Gott! wie dank' ich dir!
3
Ein ganzer Berg von Höllenschmerz
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Ist weggewälzt von mir.

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O stör' mich nimmer, Weltgetreib,
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Ihr Zweifelswogen ruht;
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Ich aß ja Jesu Christi Leib,
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Trank Jesu Christi Blut.

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Als ich den Bund des Kelches sah,
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Und das geweihte Brod,
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So war mein Geist auf Golgatha
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Und feirte Jesu Tod.

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Ich aß den Leib, ich trank sein Blut,
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O Erd' und Himmel schwand,
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Als ich der frohen Andacht Gluth
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Tief in der Seel' empfand.

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Mich däucht, ein Engel lüpfte mir
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Des Himmels Vorhang auf;
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Ich sah, Lamm Gottes! sah zu dir
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Von Thränen hell hinauf.

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Du sahst mir freundlich ins Gesicht,
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Sprachst: Ich, dein Mittler, ich
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Gedenke deiner Sünden nicht;
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Versöhnet hab' ich dich.

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Und Engel sangen um mich her:
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Du bist versöhnt, versöhnt!
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Nicht Tod und Hölle schreckt dich mehr;
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Versöhnt bist du, versöhnt.

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Die Engel nannten Bruder mich
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Und sangen: Dort am Thron,
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Versöhnter Bruder! sproßt für dich
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Die junge Palme schon.

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Und Ahnungen der Seligkeit
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Durchschaurten meine Brust;
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Weit ward mein Herz, von Wonne weit,
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Und voll von Himmelslust.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Christian Friedrich Daniel Schubart
(17391791)

* 24.03.1739 in Obersontheim, † 10.10.1791 in Stuttgart

männlich, geb. Schubart

deutscher Dichter, Musiker, Komponist und Journalist

(Aus: Wikidata.org)

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