Nachtlied

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Christian Friedrich Daniel Schubart: Nachtlied (1780)

1
Nun denn, in Gottes Namen
2
Legt sich mein Leib zur Ruh',
3
Herr Jesu! Amen! Amen!
4
Drück mir die Augen zu!
5
Wen deine Flügel decken,
6
Dem ist kein Bett zu hart,
7
Und für der Nächte Schrecken
8
Schützt deine Gegenwart.

9
Send' einen Engel nieder,
10
Der mir zur Seiten steht,
11
Und meine müden Glieder
12
Mit Himmelsluft beweht.
13
Erscheine mir im Schlafe,
14
Erlöser, als der Hirt,
15
Der seine lieben Schafe
16
Auf grüne Auen führt.

17
Vertreib mit deinem Lichte
18
Der bösen Träume Schaar,
19
Und stelle dem Gesichte
20
Nur fromme Bilder dar;
21
O gib, daß meine Seele,
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Vom Höllengeist geäfft,
23
Nie sündige und fehle,
24
Auch wenn der Körper schläft.

25
Wenn neben mir ein armer
26
Gefangner Freund noch wacht;
27
So stärk ihn doch, Erbarmer!
28
Mit einer guten Nacht.
29
Gib allen sorgenschweren
30
Beklemmten Herzen Rast;
31
Wisch ab des Elends Zähren,
32
Und nimm des Müden Last.

33
Sollt' ich im Schlafe sterben,
34
So sei mein schneller Tod
35
Nicht Hinsturz ins Verderben,
36
Er sei ein Flug zu Gott!
37
Und nun, in Gottes Namen
38
Legt sich mein Leib zur Ruh',
39
Herr Jesu! Amen! Amen!
40
Mein letztes Wort bist du.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Christian Friedrich Daniel Schubart
(17391791)

* 24.03.1739 in Obersontheim, † 10.10.1791 in Stuttgart

männlich, geb. Schubart

deutscher Dichter, Musiker, Komponist und Journalist

(Aus: Wikidata.org)

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