Willkomm

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Christian Friedrich Daniel Schubart: Willkomm (1782)

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Willkommen, Carl, nach einem langen Fluge
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In fernes Land!
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Willkommen hier in deiner Sueven Gauen!
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Siehst du die Wonnezähre thauen?
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Und die gefaltne Hand?

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Und feurig hin ans Sternenfeld geheftet
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Des Beters Blick?
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Ein Engel trat aus seinem Sonnenkreise,
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War dein Gefährte auf der Reise
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Und kam mit dir zurück.

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Als todweissagend in des Schiffes Ritzen
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Das Wasser drang,
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Da hat sein Arm dich aus dem Schiff gehoben,
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Eh' es mit fürchterlichem Toben
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Die wilde See verschlang.

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Allherrscher in dem Himmel, ach! drum danken
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Mit Thränen wir.
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Du, unsers Fürsten mächtigster Erhalter,
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Sieh Myriaden Händefalter,
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Sie alle danken dir.

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Wir jauchzten, als des Fürsten Wagen rollte,
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Da ist Er ja!
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CaRL, seines Volkes Stolz! und ihre Freude,
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FrANZISKA strahlt an seiner Seite!
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Heil uns! denn CARL ist da.

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Ist wieder in dem Schoße seiner Treuen
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Am Neckar, wo
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Des Vaterlandes Lüfte ihn bewehen,
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Wo Kinder ihm entgegengehen,
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Ach! unaussprechlich froh.

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Nun hast du, CARL, der Völker viel gewogen –
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Doch fandst du eins
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Mit deinen tiefen Menschenforscherblicken
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So schwer auf deiner Wage nicken?
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So treu, so gut wie deins?

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Drum bleibe, CARL, in Deines Landes Mitte!
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Sieh um dich her
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Die schöne Gruppe deiner Kinder stehen
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Und dich mit Schimmerblicken flehen:
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Verlaß uns nimmermehr!

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Christian Friedrich Daniel Schubart
(17391791)

* 24.03.1739 in Obersontheim, † 10.10.1791 in Stuttgart

männlich, geb. Schubart

deutscher Dichter, Musiker, Komponist und Journalist

(Aus: Wikidata.org)

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