5. An Hrn. Gottlob Benj. Straube, als er an seinem Geburtstage Leipzig verließ

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Abraham Gotthelf Kästner: 5. An Hrn. Gottlob Benj. Straube, als er an seinem Geburtstage Leipzig verließ (1742)

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Freund, den der Tag mir raubt, der dich der Welt geschenket,
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Sieh, was hier meinen Wunsch für dich und mich umschränket:

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Ich bringe heute nicht, wie sonst, ein scherzend Lied,
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Dir, den vielleicht mein Blick zum letztenmale sieht;
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Doch mein gesetzter Sinn bringt dir auch keine Klagen,
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Nur Wünsche von der Art, wie Philosophen wagen:

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Des Schöpfers Größe sehn, in Wahrheit beyder Art,
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In der, die Er uns lehrt, und die Er offenbart;
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Nicht dumm ein irdisch Glück verscherzen und verachten,
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Nicht mit vergebner Qual nach eitlen Gütern schmachten.
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Der Kräfte größten Theil den Wissenschaften weyhn,
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Doch für des Körpers Wohl nicht unempfindlich seyn;
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Sich nützlich und beliebt durch Witz und Sitten machen;
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Haßt man uns unverdient, der Thoren Zorn verlachen:
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Das wünsch' ich dir und mir. Dich hab' ich Freund genannt,
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Seit ich der Meßkunst Werth, der Dichtkunst Reiz gekannt.
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Die Freundschaft daure stets, die wir sechs Jahre nähren,
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So stark, als

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Abraham Gotthelf Kästner
(17191800)

* 27.10.1719 in Leipzig, † 20.06.1800 in Göttingen

männlich, geb. Kästner

deutscher Mathematiker und Epigrammdichter

(Aus: Wikidata.org)

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