14. Einladung zu einem Spaziergange

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Abraham Gotthelf Kästner: 14. Einladung zu einem Spaziergange (1742)

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Freund, wag' es einst, verlaß dein Zimmer,
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Das nie verlöschte Gluth erhitzt;
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Sieh', wie der höhern Sonne Schimmer
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Auf schneebedecktem Felde blitzt.
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Ein Zärtling mag den May erwarten,
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Noch wagt er sich kaum an das Thor:
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Doch liebst du Gang und Lust und Garten,
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So komm dem Lenze selbst zuvor.

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Verziehst du, bis des Sommers Wärme
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Den Schweiß aus matten Gliedern preßt,
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Des Pöbels dringendes Geschwärme
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Uns kaum den Weg zu treten läßt,
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Ein Reicher, den zwey Pferde führen,
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Mit Staub uns armes Fußvolk deckt:
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Kurz, bis den Trieb zu dem Spazieren
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Gewohnheit mehr, als Lust, erweckt?

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Komm, laß uns in den Garten eilen,
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Den wir den Musen längst geweyht;
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Die Hütte wird uns Lust ertheilen,
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In der man der Natur gebeut.
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Den Sommer giebt sie uns zu fühlen,
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Den Frühling zeiget, was man sieht:
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Hier wollen wir mit Witze spielen,
24
Und Caffee trinken, wo er blüht.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Abraham Gotthelf Kästner
(17191800)

* 27.10.1719 in Leipzig, † 20.06.1800 in Göttingen

männlich, geb. Kästner

deutscher Mathematiker und Epigrammdichter

(Aus: Wikidata.org)

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